Grünes Licht
Spar darf Unimarkt-Filiale St. Michael übernehmen
- Die Unimarkt-Filiale in St. Michael gehört zu jenen 23 Standorten in Österreich, die von der Handelskette Spar übernommen werden dürfen.
- Foto: Martin Wurglits
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Spätestens Ende März soll die vollständige Übernahme vollzogen sein. Geführt wird die Filiale nicht von Spar selbst, sondern von einem eigenständigen Kaufmann.
ST. MICHAEL. Die Handelskette Spar darf den derzeit noch bestehenden Unimarkt an der Bundesstraße übernehmen. Das hat die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) heute, Donnerstag, bekanntgegeben.
23 Filialen österreichweit
Spar hat im Herbst ein Übernahmeangebot für 23 Standorte in fünf Bundesländern abgegeben, nachdem Unimarkt seinen Rückzug vom österreichischen Markt angekündigt hatte. "Die konkrete Übernahme der Standorte erfolgt bis Mitte Feber und soll bis Ende März komplett abgeschlossen sein", gab Spar bekannt. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden.
- Die Unimarkt-Filiale in Stegersbach schloss bereits Ende Oktober 2024 ihre Pforten.
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Für 17 der 23 Filialen - unter ihnen St. Michael - wurden Spar allerdings Auflagen erteilt. Dazu zählt etwa eine sogenannte "Kaufleute-Auflage". Sie stellt sicher, dass der Standort über einen langfristigen Zeitraum von selbstständigen Spar-Kaufleuten betrieben wird. Spar beabsichtige, großteils bisherige Kaufleute von Unimarkt als zukünftige Spar-Kaufleute zu übernehmen, hielt eine Sprecherin der Handelskette fest. Ende September 2025 waren in St. Michael elf Personen beschäftigt.
Betrieb in Selbstständigkeit
Selbstständige Kaufleute können weitgehend eigenständig über Preise und Sortimentsauswahl entscheiden und stärken laut BWB dadurch nicht nur den Wettbewerb zu anderen Lebensmitteleinzelhändlern, sondern auch zu Spar-Eigenfilialen und anderen selbstständigen Spar-Kaufleuten. Durch die Sortimentsfreiheit bleibe auch die Belieferung durch regionale und lokale Lieferantinnen und Lieferanten weiterhin in vollem Umfang möglich, betont die BWB. Die Auflagen gelten für zehn bzw. 20 Jahre und wurde festgelegt, weil "die Konzentration im Lebensmitteleinzelhandel sehr hoch" sei.
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