23.03.2017, 08:19 Uhr

Erleichterung für Wundpatienten in Bezirken Güssing und Jennersdorf

Wolfang Haasz versorgt seine Patienten in seiner Praxis und auch daheim
„Ich hatte schmerzhafte Wunden an beiden Beinen“, erzählt Frau Nemeth aus dem Bezirk Güssing. „Durch die Behandlung in der Wundpraxis wurden die Schmerzen bald besser, ich konnte wieder durchschlafen und ich habe Hoffnung, dass meine Wunden bald ganz verheilen“.

Frau Nemeth ist Patientin von Wolfganz Haasz in Güssing, der sich als zertifizierter Wundmanager um die Heilung von chronischen Wunden und länger anhaltenden Wunden kümmert. Dies erfolgt bei mobilen Patienten in der Praxis, der Großteil der Menschen mit Wundheilungsstörungen wird jedoch im Rahmen von Hausbesuchen versorgt.

Kostenübernahme für Patienten

Gleichzeitig ist Haasz Bezirksverantwortlicher für Güssing und Jennersdorf der „Arbeitsgemeinschaft Wundmanagement Burgenland“, die gemeinsam mit der Gebietskrankenkasse und dem Land Burgenland am Fördermodell „Wundmanagement“ initiiert hat.

Bei diesem Projekt werden nun Behandlungseinheiten für die Behandlung von schwer- bzw. nichtheilenden Wunden im Ausmaß von 50 Prozent von der Krankenkasse übernommen. Für Patienten, die über eine Rezeptgebührenbefreiung verfügen, werden die verbleibenden 50 Prozent vom Land getragen, wodurch für den Patienten keine Kosten anfallen

Der Patient selbst braucht dazu eine Verordnung des Hausarztes mit Genehmigung des chefärztlichen Dienstes der BGKK und kann sich darauf von einem „zertifizierten Wundmanager“ im Burgenland behandeln lassen.

Lebensqualität

„Mit dem Start dieses Projektes konnte ein großer Durchbruch in der flächendeckenderen Behandlung von Wunden erzielt werden“, so Wolfgang Haasz. Er betreut mit einer Kollegin aus Mogersdorf die Patienten der Bezirke Jennersdorf und Güssing.

Dabei arbeiten sie eng mit den Angehörigen, den Hausärzten und der Hauskrankenpflege zusammen. „Letztendlich gibt es nur ein Ziel meiner Tätigkeit und das ist die Steigerung der Lebensqualität für die Patienten“, bekräftigt Haasz. „Und mit diesem Fördermodell ist hier im Burgenland ein wichtiger Schritt in diese Richtung gemacht worden“.
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