Sicherheit am Berg - Thema bei ORF Radio Tirol

Sind drei Farben wirklich ausreichend um die Wege zu kategorisieren?
  • Sind drei Farben wirklich ausreichend um die Wege zu kategorisieren?
  • hochgeladen von Thomas Mautner

2.500 Alpinunfälle seit November allein in Tirol.
Mehr als 50 Menschen kamen dabei ums Leben -
mehr als im Straßenverkehr.


Ein Grund für den ORF in der Sendung "Hallo Tirol" die Hintergründe dafür zu beleuchten. Zu Gast war Herr Mag. Michael Larcher vom Österreichischen Alpenverein.

Die Bergrettung spricht von mangelndem Risikobewusstsein und Leichtsinn.

Herr Mag. Larcher konnte dies nur teilweise bestätigen.
Unzureichende Ausrüstung sieht er heute nicht mehr als Hauptursache, aber generell sei ein Trend zu Hektik am Berg feststellbar. Die Leistung, das Gipfelerlebnis steht heute vielfach über dem Genuss die Natur zu genießen.
Dazu kommt oft mangelnde Bewegung im Alltag, die er als eine sehr wichtige Vorbereitung für eine Bergtour sieht.
Erst unlängst habe ich einen Bericht über teils falsche Wegeinstufungen veröffentlicht, die meiner Meinung nach ebenfalls ein Grund für die vielen Unfälle sind. Daher habe ich die Gelegenheit genutzt mich bei Herrn Mag. Larcher über die Zuständigkeit zu erkundigen. Er erklärte mir, dass die blaue Kategorie abgeschafft worden ist (Schilder mit blauem Punkt stehen natürlich noch und sind auch in Wanderführern so beschrieben) und verschiedene Stellen diese Einstufungen vornehmen. Dies sollte auf dem Schild ersichtlich sein. Im beschriebenen Fall vom Schleifwandstein handelt es sich z. B. um eine Sektion des deutschen Alpenvereins. Er wies auch darauf hin, dass die Instandhaltung der Wege durch die Alpenvereine ehrenamtlich erfolgt.
Teilweise sei auch die Sportabteilung vom Land Tirol , Tourismusverbände oder Hüttenwirte zuständig. Also nicht einfach für den Unkundigen sich hier zurechtzufinden. Auf jeden Fall sollte der Wanderer jedoch Auffälligkeiten melden. Wie schon in meinem Bericht kritisch angemerkt , hat ein Fahrweg oft die selbe Einstufung (rot - mittelschwer) wie ein Steig. Ein Blick über die Landesgrenzen zeigt, dass die Schweiz allein sechs Schwierigkeitsgrade für Wanderungen und weitere für Hochtouren hat. Siehe SAC-Wanderskala!
Ein weiterer Wanderweg ist mir unlängst aufgefallen:
Gasthaus Koglmoos nach Hochgallzein. Hier gibt es die eigentlich sonst meist vorhandenen enheitlichen gelben Schilder noch gar nicht. Der Weg beginnt sehr schön und führt dann ebenfalls zu ausgesetzten Stellen. Als einzigen Hinweis findet man erst kurz vor diesem Abschnitt eine Warnung vor Rutschgefahr bei Nässe. Und dies, obwohl Koglmoos eine Stempelstelle für die Silberregion Karwendel ist - also auf Tourismus abziehlt. Hier wäre eine Verbesserung notwendig.
Abschließend noch eine Statistik, die vom ORF im Zuge der eingangs erwähnten Sendung erstellt wurde:
Rund 60 % geben dabei an, dass sie am Berg schon in brenzlige Situationen gekommen sind.

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