Glungezer: Das Warten geht weiter

Seit 50 Jahren (und noch immer) im Einsatz: Die "letzte Liftfahrt" war vergangene Woche doch nicht die "letzte".
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  • Seit 50 Jahren (und noch immer) im Einsatz: Die "letzte Liftfahrt" war vergangene Woche doch nicht die "letzte".
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TULFES. Eine neue Gondelbahn soll den Zweier-Sessellift ersetzen. Das ist schon seit einiger Zeit beschlossene Sache, aber immer wieder tauchen Probleme auf, die den Baustart verzögern.

Abbau verschoben

Schon vergangenen Freitag wollte man mit dem Abbau des Sesselliftes – welcher bis zur Mittelstation (Halsmarter) fährt – beginnen. Der positive Baubescheid ist da, verbunden ist dieser jedoch mit einer vierwöchigen Zeitspanne, in der dagegen Einspruch erhoben werden kann. Mit allen Beteiligten konnte man sich einigen – bis auf den Besitzer der Parkplätze. "Wir sind mitten in den Verhandlungen", erklärt Walter Höllwarth, Geschäftsführer der Glungezerbahnen, "deswegen will ich dazu keine Stellungnahme abgeben." In einer anderen Angelegenheit spricht der Liftchef jedoch Klartext: "In den nächsten Tagen müssen wir zu einer Einigung kommen, sonst wird die Gondel heuer nicht mehr gebaut".

Konzession bis 2027

Bis auf Weiteres fährt der Zweier-Sessellift seine gewohnte Runde und könnte dies – auf Grund der gültigen Konzession – theoretisch bis 2027 tun. Der Wunsch nach einer Gondelbahn ist aber groß: "Die Menschen, die den Glungezer lieben, freuen sich, wenn es endlich losgeht. Momentan ist der Sessellift fast schon unzumutbar, die Gäste erwarten einen hohen Standard und auch der Sicherheitsaspekt darf nicht außer Acht gelassen werden", erklärt Höllwarth. Heute fährt der Sessellift 12 Minuten bis zur Mittelstation. "Nostalgie hin oder her: Bei eisigem Wind ist das keine Gaudi", weiß Höllwarth aus Erfahrung. Die neue Gondelbahn kann 10 Personen pro Gondel befördern und ist außerdem in sechs Minuten am Halsmarter. Wenn alles nach Plan läuft und man sich mit dem Grundbesitzer einigen kann, soll die Gondel schon in der nächsten Wintersaison ihre Gäste befördern. 19 Gemeinden finanzieren den Ausbau der Glungezerbahnen mit. In den nächsten Jahren soll auch die Sektion II und die Beschneiung ausgebaut werden.

Alte Sessel: Was geschieht mit ihnen?

Was mit den alten Sesseln – an der Zahl um die siebzig – geschehen sollen, ist noch nicht sicher. Vielleicht werden sie versteigert. Erste Anfragen haben ihn jedenfalls schon erreicht, so Höllwarth. "Es gibt einen Herrn aus Deutschland, der seinem Freund zur Hochzeit einen der Sessel schenken möchte. Seit einem halben Jahr ruft er immer wieder an. Der Freund hat am Glungezer das Skifahren gelernt und ist mit dem Lift sehr verbunden". Im Herbst ist die Hochzeit. Dieses Hochzeitsgeschenk könnte knapp werden.

Autor:

Agnes Czingulszki (acz) aus Innsbruck

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