Bgm. Moisi hat von der SPÖ genug: "Schluss mit Freundschaft!"

Bgm. Dr. Stefan Moisi war wüsten Angriffen ausgesetzt, bewahrte aber trotz aller Beschimpfungen Haltung!
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Die guten Beziehungen zu seiner Innsbrucker Amtskollegin veranlassten Dr. Stefan Moisi – den Natterer Gemeinschaftslisten-Bürgermeister mit roten Wurzeln – zu einer positiven Stellungnahme im Internet. Der Innsbrucker SP-Stadtrat Ernst Pechlaner verfasste im Anschluss die folgende SMS-Botschaft:

„Sorry, aber sag mal: geht’s dir schon noch gut, der Frau Bgmin. die Mauer zu machen und Lobeshymnen zu singen? Ich hab jetzt weder Zeit noch Lust, dir Nachhilfe zu geben, aber uns, warum auch immer, in den Rücken zu fallen mit deiner Lobhudelei, hat Empörung in der Innsbrucker SPÖ ausgelöst. Danke für deine große Hilfe. Es geht um JEDE Stimme für uns und da sind Beiträge wie deine besonders hilfreich. Mehr hab i dir nicht mehr zu sagen. Vergiss dein Heimprojekt, Innsbruck ist KEIN Gewinner und auch nicht Natterer Bürger. Jeder hat ein Recht darauf, dort zu leben, wo er verwurzelt und zu Hause ist. So seh ich das: politisch und persönlich. Und die Frau Bgmin lasst dich fallen wie a Kartoffele. Jetzt ist ihr deine Schmeichelei willkommen, das ist ab Sonntag vorbei. Glaube mir. Aus dem ÖVP-Parteivorstand und VP-Landtagsklub ist sie nie ausgetreten und deckt damit die feine Jagdgesellschaft und die Frau Hackl.“

Weiterer SMS-Wechsel
In der Folge entwickelte sich folgender SMS-Wechsel, der dem BEZIRKSBLATT im Original vorliegt:

Moisi: „Danke für deine Stellungnahme. I habs eh nit anders erwartet. Vielleicht solltest du samt KollegInnen über den Wortlaut deiner Äußerungen und die Konsequenzen nachdenken. Die einzige, die immer zum Heim für unsere gemeinsame Bevölkerung gestanden ist, war die Bürgermeisterin, aber ich wünsche euch noch viel Spaß. Übrigens noch etwas: Mit der Tatsache, dass in Natters die hauptsächlich ‚schwarzen‘ BürgerInnen den Stefan Moisi zum Bürgermeister gemacht haben, hast du kein Problem. Ich bin mündig genug, mir meine Meinung zu bilden und diese auch zu vertreten. Halte davon, was du willst. Mit noch rotem bürgermeisterlichem Gruß verbleibt Dr. Stefan Moisi!“

Pechlaner: „?????Danke für deine rote Unterstützung. Ich verzichte darauf. Es gibt mehr als das Heim in der Innsbrucker Kommunalpolitik. Das genügt – du Rotverschnitt!“

Moisi: „Ich habe verstanden, wie auch meine roten Freunde in der Landesregierung. Noch einmal – ich wünsche euch viel Spaß!“

Pechlaner:„Dir auch einen swingenden und irgendwann wieder nüchternen Gedanken!“

Moisi: „Weißt du, was mich am meisten stört: Deine Annahme und deine tolle, hochbrillante Ignoranz. Du hast es geschafft! Deine Äußerungen sind traurig und sehr bezeichnend.“

Pechlaner:„Das glaube ich! Aber i hab überhaupt keine Lust, mich mit einem Genossen????? zu unterhalten, der konservative bis reaktionäre Kräfte unterstützt. Schäm dich und schleich dich aus dem Sozialismus, du Verräter! Du selbsternannter Linker! Blender, Täuscher, kleingeistiger Möchtegern-Roter! Geh zu die, die deines sind und lass die Partei in Ruh! Ja?? Dafür sorge ich – diese selbsternannten Roten .... Pfui Teufel! Danke! Kündige, Genosse Schwarz!“

Moisi (wechselt zur „Sie“-Anrede; die Red.): „Es tut mir echt leid, dass gewisse Zusammenhänge bei Ihnen geistig nicht ankommen, aber ich verstehe Sie ja, nachdem Sie ein Besitzstandwahrer sind und auf eine nette Pension hinarbeiten. Ich weiß, dass Sie und Ihre Genossen versuchen werden, mich und mein Umfeld zu diskreditieren, aber ich warne Sie auch höflich davor, dies zu tun. Noch etwas, Sie kultivierter Herr Stadtrat: In der Ruhe liegt die Kraft!“

Pechlaner: „Sie Dummkopf! Pension? Ich beziehe meine Pension aus meinem Brotberuf und nicht als Politiker! Das sollten Sie wissen! Warn Sie so wie ich in der Privatwirtschaft, Herr Politologe?? Was wissen Sie? Nichts! Jetzt weiß ich, wie und warum Sie in Natters Bürgermeister geworden sind. Auch eine Leistung, die ich anerkenne. Das nützt Ihnen. Ich werde bei der nächsten Wahl in Natters eine Wahlempfehlung für den schwarzen Bürgermeister abgeben. Wir kämpfen in IBK um jede Stimme, und dann kommt einer so wie du und gibt ohne Wissen eine Wahlempfehlung für eine ÖVPlerin (Hackl als moralische Unterstützung, Hosp in der besten Jagdgesellschaft, Igls den Iglern! Sehr geil – sie im Parteivorstand und ÖVP-Landtagsklub als Vollmitglied – und daher Mittäterin der schwarzen Agrarmafia mit voller Unterstützung) – und du fällst der SPÖ-Innsbruck und damit der SPÖ-Tirol volle in den Rücken. Und jetzt schleich di, Moisi, und lass dich in der SP-Innsbruck nicht mehr blicken. Klar genug? Bleib in Natters und da kenn i a paar Andersdenkende gut. Die haben ab sofort meine volle Unterstützung, du wirst das ja verstehen!“

Moisi: „Schön, von Ihnen analysiert zu werden! Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Vorwahlsamstag!“

Pechlaner: „Nein, Sie Zufallsbürgermeister! Die SPÖ-Ibk ist noch immer die treibende Kraft und wird es bleiben, auch wenn Sie uns ein schlechtes Ergebnis wünschen und ja selbst dazu beitragen wollen. Warten Sie ab. Hochmut kommt vor dem Fall. Die Geschichte zeigt das!

Moisi: „Numquam periculum sine pericolo vincitur. Gaudiamus est. luvem estum sumus“ (Übersetzt: „Niemals wird Gefahr ohne Gefahr besiegt. Deshalb freuen wir uns – jung sind wir!“)

Pechlaner:„Wechseln Sie zu Schwarz – da gehören Sie hin!“

Moisi: „Ich werde Ihren Ausschluss aus dem SPÖ-Vorstand betreiben, dass Sie das wissen. Ich arbeite mit offenem Visier, ich bin kein U-Boot wie Sie!“

Pechlaner: „Und nun schlafen Sie wohl, Herr Moisi! Geliebt ist der Verrat, aber nicht der Verräter. Ihre gemeinte Heimat ist nicht mehr!“

ZUR SACHE

„Ich habe Frau Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer als Politikerin kennengelernt, die ihren Mitmenschen zuhört, sich dann eine Meinung bildet und zu dieser auch steht. Als Bürgermeisterkollege schätze ich ihren Fleiß, ihr Fachwissen und ihre Durchsetzungskraft. Neben ihrer Hingabe zu Innsbruck und seinen EinwohnerInnen zeichnet sie aber auch ihr Einsatz für gemeindeübergreifende und kosteneffiziente Projekte aus. Ich bin davon überzeugt, dass die sehr menschliche Powerfrau Christine Oppitz-Plörer auch in den nächsten sechs Jahren die Geschicke der Stadt Innsbruck als Bürgermeisterin leiten wird!“

So lautet der umstrittene Text von Bgm. Moisi im Original! „Dazu stehe ich auch“, so Moisi. „Ich bin noch ein junger Bürgermeister, aber kein Rotzbub, den man so schulmeistern kann! Die Konsequenz ist für mich und übrigens auch für meinen Vater – der seit 42 Jahren ein SP-Urgestein ist – klar: Wir treten mit sofortiger Wirkung aus der SPÖ aus! Ich werde mir den Mund nicht verbieten lassen – zahlreiche unterstützende Rückmeldungen zeigen, dass ich hier richtig liege!“

Schließlich arbeite man nicht nur in Sachen gemeinsames Heim zusammen, sondern beispielsweise auch beim Raiffeisen-Springerzentrum des SV Innsbruck-Bergisel mit Sitz in Natters und einigen anderen Projekten, so Moisi weiter. Auf eine Fortsetzung der guten Beziehungen werde man auch in Zukunft hinarbeiten!

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