12.10.2014, 21:10 Uhr

Bunte Vögel auf der Heimatbühne Volders

(Foto: Heimatbühne Volders)

Fröhlich und schwungvoll: gelungene Premiere von “70 plus total vital” in Volders

Franz Sieberer, Autor etlicher Bühnenstücke und so etwas wie der Altmeister der Heimatbühne Volders, hat wieder einmal zugeschlagen, diesmal gleich als Verfasser des 3-aktigen Lustspiels „70 plus total vital“ und als Spielleiter. Ein 14-köpfiges Ensemble mit großteils bereits bewährten Bühnenlaien bewältigt den Abend mit Elan und sichtbarer Spielfreude.
Zum Inhalt: Senioren & Seniorinnen, merkwürdigerweise mit Vogelnamen ausgestattet, bemühen sich als „Vitalgruppe“ um frischen Wind in ihrem Altersheim „Haus Sonnenschein“. Eine junge Sozialarbeiterin in der gerichtlichen Bewährungsfrist bringt zusätzliche Aufregung in die Altenstube. Die einzelnen Szenen werden wie in den alten Musikfilmen der 60-er Jahre mit musikalischen Neukreationen, aber auch mit umgedichteten Gassenhauern gestaltet, man wagt auch eine Choreographie, ein gewagtes Tänzchen, ein flottes G’stanzl.

Franz Sieberer, den man als Senior nicht zu schminken braucht, ist trotzdem die lebendigste Figur der Szene, Gottfried Zöhr ist der komödiantisch bewährte Herr Drossel, auch Martha Sponring bewährt sich in ihrem Part als dessen Frau Agnes. Florian Geisler (Ziehorgel) und Hermann Schmadl (Gitarre u. Charly Rabe) begleiten sicher und einfühlsam die singende und tanzende Truppe. Karoline Klausner verwirklicht geschickt die flotte Dorothea, Maria Posch gibt durchgängig sicher der gestrengen Studienrätin i.R. Gesicht & Stimme, Eva Ebner ist die liebenswürdige Laura, Julia Troppmair mimt überzeugend die Pflegehelferin Manuela, Leonhard Angerer als Mario verwandelt sich vom gemeinen Dieb zum reumütigen Verlobten, Fred Krismer bewährt sich als Polizeiinspektor, und Gerhard Marko glaubt man den arroganten Heimleiter. Seppi Klausner ist ein markiger Major a.D., Annemarie Marko setzt farbig und natürlich die Figur der Pflegerin Gudrun ins Bild.

Und wenn am Schluss auf der Bühne ein neuer Text mit der alten Melodie von “Bei mir bist du scheen“ die Beine bewegt, kann das Publikum nur mehr den Rhythmus mitklatschen.
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