Die Gailtalbahn könnte weiter leben

Der Vereinsvorstand bei der Gründung. Vorne Mitte Obmann Andreas Mühlsteiger - Student der Bahntechnologie und Mobilität in St.Pölten
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GAILTAL (jost). Vor einem Jahr – Ende August 2015 – wurde „100 Jahre Gailtalbahn“ groß gefeiert. Vor dem Hintergrund der jetzt bevorstehenden Strecken-Schließung zwischen Hermagor und Kötschach-Mauthen war diese Feier eigentlich „a schöne Leich...“

Es geht weiter!

Unbeirrt von der Schliessung der Obergailtaler Bahnstrecke wird im Hintergrund schon eifrig an einer sinnvollen Nachnutzung gebastelt. Geht es nach den Plänen der beiden 23-jährigen Kötschacher "Eisenbahner" Andreas Mühlsteiger und David Kehrer, soll die Strecke bereits am 1.Mai 2017 wieder aus ihrem Dornröschen-Schlaf erweckt werden.

Vereinsgründung

Damit das gelingen kann, wurde Ende Oktober der „Verein Gailtalbahn“ offiziell gegründet. Obmann Andreas Mühlsteiger: „Es gibt in Österreich und bei unseren umliegenden Nachbarn genügend Beispiele, wie bestehende Infrastrukturen touristisch bereits seit vielen Jahren erfolgreich genutzt werden.
Kassier David Kehrer ergänzt: „Unsere Aktivitäten sind hauptsächlich im oberen Gailtal geplant, wo wir mit Sonderzügen sowie mit Veranstaltungs- bzw. Event-Fahrten ein touristischer Dienstleister sein wollen."

Nächste Schritte

Im Vereinsvorstand vertreten sind u.a. auch Handschlag-Garanten wie Hannes Guggenberger, Wolfi Thurner oder Ingo Ortner. Bürgermeister Lenzhofer übernimmt die Funktion des Rechnungsprüfers.
Lt.Obmann Mühlsteiger wird beim Land Kärnten als neuen Eigentümer der bestehenden Infrastruktur der Antrag auf Genehmigung zu stellen sein, damit das eigentliche Genehmigungsverfahren für den Verein in’s Laufen kommt.
Im Konzept für die Tourismusbahn, die jährlich vom 1.Mai bis 26.Oktober verkehren soll, werden konkrete Zielsetzungen klar definiert. „Gemeinsam mit dem Land und mit den Gemeinden sollte die Umsetzung zu schaffen sein...“ ist David Kehrer optimistisch. Fahrrad-Mitnahme, Kulinarik im Zug oder umfassende Infos über aktuelle touristische Angebote der Region sind Themen-Schwerpunkte.

Autor:

Hans Jost aus Hermagor

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