Lernwerkstatt
230 Menschen bei Demo gegen Hernalser Schulumsiedelung

Gefordert wird, dass die Entscheidung der Bildungsdirektion revidiert werde.  | Foto: Elternverein Lernwerkstatt Wien West
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Die Umsiedelung der inklusiven Volksschule Lernwerkstatt Wien West von Hernals nach Ottakring wird von den Eltern weiterhin scharf kritisiert. Um der Frustration Ausdruck zu verleihen, wurde nun demonstriert.

WIEN/HERNALS/OTTAKRING. Die Umsiedelung der Lernwerkstatt Wien West in der Hernalser Hauptstraße 220-222 in den Nachbarbezirk sorgt weiterhin für Unmut. Aktuell befinden sich am Standort zwei Sonderschulen. Beginnend mit dem Schuljahr 2026/27 soll eine davon, die Lernwerkstatt Wien West, in die Panikengasse übersiedelt werden. 

Die Entscheidung der Bildungsdirektion hat zu heftiger Kritik des Elternvereins geführt. Kritisiert wird etwa die späte Bekanntgabe der Informationen. Am Donnerstag, 10. April, versammelten sich daher rund 230 Personen – darunter Eltern, Kinder und Pädagoginnen und Pädagogen am Minoritenplatz, um gegen die Entscheidung zu demonstrieren. 

Elternverein fordert besser Bildungspolitik

Auch die Initiativen “Bessere Schule Jetzt” und “Schule Brennt” war versammelt, weil sie eine "inklusive Bildungspolitik" fordern. Kritisiert wurde erneut, dass die Schule ohne gleichwertige Alternative im Grätzl in den nächsten vier Jahren abgebaut und “ausgedünnt” werde. 

Rund 230 Personen haben sich am Minoritenplatz zusammengefunden, um gegen die Entscheidung der Bildungsdirektion zu demonstrieren.  | Foto: Elternverein Lernwerkstatt Wien West
  • Rund 230 Personen haben sich am Minoritenplatz zusammengefunden, um gegen die Entscheidung der Bildungsdirektion zu demonstrieren.
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“Die politisch Verantwortlichen der Stadt – allen voran Bürgermeister und Bildungsstadträtin – sehen tatenlos dabei zu, wie ein bewährtes und inklusives Schulmodell im 17. Bezirk von weisungsgebundenen Verwaltungsorganen ohne echte Alternative geschlossen wird", betont Robert Kases, Elternverein-Obfrau-Stv der Lernwerkstatt.  

Eine Pädagogin erklärt, worauf es in ihrer inklusiven Arbeit ankommt: “Bildung und Inklusion brauchen Beziehungen und eine stabile, sichere Lernumgebung. So etwas wird über viele Jahre mit viel Engagement aufgebaut. Eine verantwortungsvolle Bildungspolitik sollte diese gewachsenen und standortspezifischen Inklusionsorte erhalten und bestärken, statt sie abzubauen und zu verlegen.”

Der Elternverein schloss damit, dass von Seiten der Bildungsdirektion mehr Handlungsbedarf bestünde. "Wir hoffen ab nun auf Taten statt leeren Versprechungen", heißt es im Namen der betroffenen Eltern. 

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