14.06.2017, 09:30 Uhr

Steig ein: "Generation Lebenserfahrung“ am Steuer

Elisabeth Zimmermann fährt leidenschaftlich gern mit dem Auto.

Diese Woche bei Steig ein: die "Generation Lebenserfahrung" am Steuer. Wir spachen mit Autolenkern.

HERZOGENBURG/TRAISMAUER. In etwa 20 Jahren wird jeder vierte Verkehrsteilnehmer über 65 Jahre alt sein. Schon heute ist diese Altersgruppe besonders unfallgefährdet, informiert das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV).
"Ich fahre leidenschaftlich gern mit dem Auto", verrät Elisabeth Zimmermann. "Ich wohne etwas außerhalb von Traismauer und das Auto bedeutet meine Freiheit und Beweglichkeit." Auf die 130 auf der Autobahn freut sie sich, doch bei Regen oder Nebel ist sie entsprechend vorsichtiger. Wahrscheinlich wird sie so lang fahren, wie es möglich ist, denn dass es Grenzen gibt und die Wahrnehmung im Alter nicht mehr dieselbe ist, weiß sie. Wann dies passiert, kann sie noch nicht abschätzen.
Auch Helmut Demel (78) hofft, dass er "rechtzeitig erkennt, wann es nicht mehr geht", bis jetzt ist er unfallfrei unterwegs.
Zu nervenaufreibend
Aurelia Zmuditsch ist eine von denen, die rechtzeitig reagiert haben. Als sie sich im Auto vor etwa 15 Jahren nicht mehr sicher gefühlt hat, hat sie den Pkw stehen lassen. Obwohl ihr alle geraten hatten, doch weiter mit dem Auto zu fahren – was ihr ihre Kinder durchaus zugetraut hätten – hat die heute 76-Jährige lieber darauf verzichtet. Der Gedanke, dass sie einen Unfall verursachen könnte, war für sie nicht zu ertragen.

Autofahren wieder üben
Das KFV bietet eigene Mobilität-Workshops für die "Generation Lebenserfahrung" an. Dabei werden selbstreflektierende und praxisnahe Themen rund um das Autofahren im Alter behandelt.



Der Verkehrsclub Österreich rät
Das ist von älteren Menschen beim Autolenken zu beachten:
• Beim Gesundheitszustand gibt es sehr große Unterschiede. Neben sehr fitten älteren Personen nimmt die Zahl jener zu, die gesundheitliche Probleme haben.
• Viele Medikamente haben negativen Einfluss auf die Reaktionsfähigkeit – unbedingt den Hausarzt dazu befragen.
• Mit dem Alter nehmen in der Regel Sehstärke und Reaktionsfähigkeit ab.
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