Beißkorb bietet keinen Schutz
Kontakt-Giftwarnung für Hunde im Hörndlwald

Vorsicht im Hörndlwald: Mehrere Hunde wurden bereits vergiftet
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Vorsicht im Hörndlwald - ein Unbekannter scheint Gift ausgelegt zu haben. Bereits acht Hunde sind davon betroffen. Für alle kam jede Hilfe zu spät.

HIETZING. Das beliebte Ausflugsziel Hörndlwald dient im Augenblick vielen Hundebesitzern als einzige Möglichkeit, ihren Liebling auszuführen. Doch davon sollte im Augenblick Abstand genommen werden. Es wurde augenscheinlich Gift ausgelegt.

Wie der bz zugetragen wurde, sind bereits sechs Hunde betroffen. Für einige davon kam jede Hilfe zu spät. Wie für die 13-jährige Molly von Barbara Puczynski: "Wir sind am Freitag im Hörndlwald spazieren gegangen. Am Abend hat sich Molly übergeben und nur wenig später haben wir sie im Garten gefunden. Sie hat sich zum Sterben hinter einen Baumstumpf zurückgezogen", erzählt die verzweifelte Hundebesitzerin gegenüber der bz.

Da ihre Hündin Molly bereits 13 Jahre alt war, dachte Barbara Puczynski erst an eine natürliche Ursache. Doch nach und nach erfuhr sie, dass mehrere Hunde anscheinend vergiftet wurden. Bis zum jetzigen Zeitpunkt dürfte es sechs Hunde betreffen, wovon fünf nicht überlebten. Laut Tierärzten ist das Gift besonders aggressiv.

Tierärtin warnt - offensichtlich Kontaktgift

Tierärztin Mag. med. vet. Susanna Gisel von der Tierarztpraxis Gisel in Ober St. Veit warnt: "Leider gibt es offensichtlich bei diesem Gift keine Verhaltensmaßnahmen, die helfen können - außer die Gegend dort zu meiden. Nicht einmal ein Maulkorb hilft, weil es ein Kontaktgift zu sein scheint - also schnüffeln reicht schon. Dementsprechend kann man auch vorbeugend nichts tun, um den tötlichen Ausgang zu verhindern. Sollten wir näheres erfahren, was das Gift betrifft, können wir vielleicht besser helfen."

Forstamt reagiert rasch

Betroffene und Anrainer, allen voran der Hietzinger Merten Mauritz, haben sofort Warnhinweise angebracht, wie Günter Kasal (FPÖ) berichtet, der sich selbst ein Bild von der Situation im Hörndlwald gemacht hat.

Günter Kasal bittet im Moment von Spaziergängen mit dem Hund abzusehen. Das Risiko ist zu groß.
  • Günter Kasal bittet im Moment von Spaziergängen mit dem Hund abzusehen. Das Risiko ist zu groß.
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Und auch die MA 49, der Forst- und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien, reagierte vorbildlich. Bereits am Sonntag morgen leitete Forstamtsdirektor Andreas Januskovecz die ersten Schritte in die Wege.

"Es ist alles im Laufen. Wir hängen in Abstimmung mit der Polizei vorort Warninfos auf. Die Polizei hat bereits Ermittlungen aufgenommen und parallel dazu haben die Mitarbeiter der MA49 einen verstärkten Streifendienst aufgenommen und kontollieren das Areal", sagt Andreas Januskovecz.

Entsetzt ist auch Matthias Friedrich (SPÖ): "Wie man auf die Idee kommen kann, Hunde zu vergiften und darüber hinaus Kinder zu gefährden, ist mir völlig unbegreiflich."

Matthias Friedrich hofft, dass der/die Verantwortlichen hoffentlich bald gefasst werden
  • Matthias Friedrich hofft, dass der/die Verantwortlichen hoffentlich bald gefasst werden
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Matthias Friedrich ergänzt: "Mein Dank gilt der Polizei und dem Forstamt, für ihren raschen und beherzten Einsatz. Der/Die Verantwortlichen werden hoffentlich bald gefasst. Bitte passen Sie auf Ihre geliebten Vierbeiner auf!"

Auch Johannes Bachleitner (Neos) ersucht um erhöhte Aufmerksamkeit: "Bitte passt auf eure Hunde und kleine Kinder auf! Wenn ihr selbst betroffen seid oder etwas beobachtet habt, meldet dies bitte an die Polizeiinspektion Lainzer Straße unter 01/313 10 453 62. Hoffen wir, dass die Polizei den Täter schnell ausfindig machen und zur Verantwortung ziehen kann.

Johannes Bachleitner (Neos) ersucht um erhöhte Aufmerksamkeit
  • Johannes Bachleitner (Neos) ersucht um erhöhte Aufmerksamkeit
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Wichtige Kontakte:

Weitere Infos zu Vergiftungen findet man auf www.wiener-tierschutzverein.org

Im Notfall hilft die Vergiftungszentrale weiter: 01/406 43 43

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