Weihnachtsmarkt Schönbrunn
Mail an Künstler und Musiker sorgt für Aufregung

Seit Wochen wird alles für den neuen Weihnachtsmarkt beim Schloss Schönbrunn vorbereitet. (Visualisierung) | Foto: Imperial Markets
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Eine unglückliche Formulierung seitens der Veranstalter des Schönbrunner Weihnachtsmarkts an Kunstschaffende sowie Musiker sorgte diese Woche für Aufsehen in der Künstlerszene. Der Grund: Heuer gibt es keine Gagen für Aufritte beim Weihnachtsmarkt.

WIEN/HIETZING. Seit Wochen wird alles für den neuen Weihnachtsmarkt beim Schloss Schönbrunn vorbereitet. Denn vom 8. November bis 6. Jänner 2025 wird der Markt zum ersten Mal vom neuen Betreiber, der Imperial Markets GmbH, organisiert. Ein "festliches Erlebnis in imperialer Atmosphäre" soll der Markt jedenfalls sein, hieß es in einer Mitteilung Anfang des Monats. 

Der gesamte Ehrenhof des Schlosses wird als "winterliche Weihnachtswelt" erstrahlen, kommen sollen mehr als 90 Marktstände und ein vollkommen neuer Aufbau. MeinBezirk berichtete:

Eislaufplatz und Eisstockschießen am neuen Weihnachtsmarkt

Vieles ist geplant: Eislaufen, Eisstockschießen, eine Bastelhütte, Riesenrad, Karussell, Kindereisenbahn, ein Sternenportal und ein 100 Jahre alter Christbaum, der bereits seit dem 23. Oktober den Weihnachtsmarkt ziert – siehe unten.

Doch bezahlte Auftritte von Künstlerinnen und Künstlern sind nicht auf der Agenda. Eine Mail seitens der Veranstalter an interessierte Künstlerinnen und Künstler sorgte diese Woche laut MeinBezirk-Informationen für viel Aufregung in der Szene. Darin heißt es: "Leider haben wir in diesem Jahr kein Budget für Gagen, aber wir hoffen dennoch, dass Ihr die Möglichkeit nutzen möchtet, Euer Können und Eure Leidenschaft vor einem stimmungsvollen Publikum in der einzigartigen Kulisse von Schönbrunn zu präsentieren".

Das war der Inhalt der Mail seitens der Veranstalter. | Foto: zVg
  • Das war der Inhalt der Mail seitens der Veranstalter.
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"Ansatz war falsch"

Auf MeinBezirk-Anfrage sagt ein Sprecher des Veranstalters, dass es sich um eine unglückliche Formulierung handelte. Denn diese Nachricht erging als Antwort an Künstlerinnen und Künstler, die bereits vor Wochen mit der Anfrage herangetreten waren, am Weihnachtsmarkt auftreten zu dürfen. "Diese Art von Auftritten war jedoch, aufgrund der hohen Erstinvestitionskosten (für u. a. über 100 neue Hütten), für dieses Jahr nicht geplant".

Nachdem die Künstler vor Wochen informiert wurden, dass es keine bezahlten Aufritte geben wird, kam der Vorschlag von einigen Kunstschaffenden, ohne finanzielle Vergütung aufzutreten. "Wir haben überlegt, diesem Wunsch nachzukommen und diese Auftritte zu ermöglichen. Im Nachhinein erkennen wir, dass dieser Ansatz falsch war. Wir stehen dazu, dass Kunst immer eine angemessene Wertschätzung und Entlohnung verdient und werden auch zukünftig danach handeln", heißt es in einem Statement gegenüber MeinBezirk.

Vieles ist geplant: Eislaufen, Eisstockschießen, eine Bastelhütte, Riesenrad, Karussell, Kindereisenbahn, ein Sternenportal und ein 100 Jahre alter Christbaum, der bereits seit dem 23. Oktober den Weihnachtsmarkt ziert. (Illustration) | Foto: Visualisierung: Imperial Markets
  • Vieles ist geplant: Eislaufen, Eisstockschießen, eine Bastelhütte, Riesenrad, Karussell, Kindereisenbahn, ein Sternenportal und ein 100 Jahre alter Christbaum, der bereits seit dem 23. Oktober den Weihnachtsmarkt ziert. (Illustration)
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Man sei der "festen Überzeugung", dass professionelle Kunst immer eine "angemessene Wertschätzung und Entlohnung" verdiene: "Es tut uns sehr leid, dass der Eindruck entstand, wir würden den Wert dieser wichtigen Beiträge nicht gebührend anerkennen".

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