Stark gefährdete Art
Zehnfacher Nachwuchs bei Pinguinen im Tiergarten Schönbrunn
- Im Tiergarten Schönbrunn sind im April zehn kleine Felsenpinguine geschlüpft.
- Foto: Daniel Zupanc
- hochgeladen von Marlene Graupner
Im Tiergarten Schönbrunn sorgt derzeit ein besonderer Nachwuchs für Aufmerksamkeit. Gleich zehn Nördliche Felsenpinguine sind im April geschlüpft und werden nun behutsam auf ihr Leben im Wasser vorbereitet.
WIEN/HIETZING. Im Tiergarten Schönbrunn gibt es derzeit besonderen Grund zur Freude. In der Kolonie der Nördlichen Felsenpinguine sind gleich zehn Jungtiere geschlüpft. Die kleinen Pinguine kamen im Laufe des Aprils zur Welt und werden nun Schritt für Schritt an ihr Leben im Wasser herangeführt. Zunächst wurden die Küken von ihren Elterntieren versorgt.
In den vergangenen Wochen übernahm anschließend das Tierpflegeteam die weitere Betreuung im sogenannten "Kindergarten“. Dort werden die Jungtiere gezielt gefüttert und regelmäßig gewogen. "Nördliche Felsenpinguine sind in ihrem ursprünglichen Lebensraum im Südatlantik stark gefährdet. Folglich ist jedes Individuum für die Population besonders wichtig. Durch das Füttern und Wiegen gehen wir sicher, dass sich jedes Tier optimal entwickelt“, erklärt Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck. Nach der Mauser (Anm. d. Red.: Fellwechsel) wechseln die Jungvögel in einen eigenen Bereich mit Wasserzugang innerhalb der Kolonie.
Besondere Bedeutung für Artenschutz
Der Tiergarten Schönbrunn ist laut eigenen Angaben der einzige zoologische Garten, der diese Art regelmäßig erfolgreich nachzüchtet. Möglich sei dies durch ein hochspezialisiertes Team, das die Pflege und Aufzucht der Nördlichen Felsenpinguine über Jahre hinweg kontinuierlich optimiert hat.
Auch im Verhalten zeigen sich Unterschiede: "Wir merken hier im Tiergarten deutlich, dass unsere Felsenpinguine unterschiedliche Vorlieben haben“, so Revierleiter Niklas Hörper. Während manche Tiere den Fisch direkt von der Hand nehmen, fressen andere lieber an der Wasseroberfläche oder – typisch für Pinguine – komplett unter Wasser. Mit etwas Glück können Besucherinnen und Besucher bereits die ersten Fütterungen der Jungtiere im Wasser beobachten.
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