Hietzinger sagen ein zweites Mal "Nein" zum Parkpickerl

Bezirksvorsteherin Silke Kobald bei der Auszählung im Festsaal des Amtshauses Hietzing.
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  • Bezirksvorsteherin Silke Kobald bei der Auszählung im Festsaal des Amtshauses Hietzing.
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HIETZING. Zusammenhalten und auszählen: Ab 8.30 Uhr wurden die knapp 25.000 Kuverts der Parkpickerlbefragung geöffnet. Rund 70 Bezirksräte, Magistratsbeamte und freiwillige Helfer haben den ganzen Tag damit verbracht, die Umfrage nach Grätzeln auszuwerten. Es wurden insgesamt 45.718 Fragebögen verschickt und die Rücklaufquote beträgt 54 Prozent. Übrigens: Bereits 2013 wurden die Bürger schon einmal befragt, auch damals entschieden sie sich klar für Nein.

Über zwei Fragen konnten die Hietzinger entscheiden: Erstens ob sie für das Parkpickerl in den überparkten Gebieten in ihrem eigenen Grätzel und zweitens ob sie für das Parkpickerl in den überparkten Gebieten im ganzen 13. Bezirk sind. Gegen das flächendeckende Parkpickerl haben sich die Hietzinger mit 68 Prozent entschieden. Etwas überraschend haben sich auch die teilweise unter großem Parkdruck leidenen Grätzeln ebenfalls dagegen entschieden. „Wir in Hietzing nehmen Bürgerbeteiligung ernst. Jetzt werde ich dafür sorgen, dass der Wählerwille umgesetzt wird – die Stadt Wien ist nun gefordert“, so Bezirksvorsteherin Silke Kobald.

Befragung nach Grätzeln

Erstmals wurden bei einer Befragung die Grätzel herangezogen, genauer gesagt die Katastralgemeinden. Ganz ohne Pannen ist die Zuordnung der Adressen jedoch nicht abgelaufen. Rund 1.100 Personen entlang der Hietzinger Hauptstraße wurden dem falschen Grätzel zugeordnet, sie konnten ihre Fragebögen umtauschen.

Die Grätzelergebnisse:
• Alt-Hietzing/Schönbrunn: 47% Ja; 53% Nein
• Friedensstadt/SAT/St. Hubertus: 8% Ja; 92% Nein
• Hacking: 42% Ja; 58% Nein
• Lainz: 16% Ja; 84% Nein
• Ober St. Veit: 33% Ja; 67% Nein
• Speising/Rosenberg: 15% Ja; 85% Nein
• Unter St. Veit: 45% Ja; 55% Nein

Wie es jetzt weitergeht, steht noch in den Sternen. Auch in Döbling hatten sich die Bezirksbewohner Anfang des Jahres gegen das Pickerl entschieden. Dort ist man jetzt auf der Suche nach kreativen Lösungen für das Parkplatzproblem.

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