Lainz, Speising & Unter St. Veit
Neue Fuß- und Radverbindung entlang Verbindungsbahn kommt
- Im Zuge des Umbaus der Verbindungsbahn durch die ÖBB soll entlang der Gleise eine hochwertige Fuß- und Radverbindung errichtet werden.
- Foto: Bunke
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Eine neue Fuß- und Radverbindung entlang der Hietzinger Verbindungsbahn wurde im Gemeinderat beschlossen – Anrainer befürchten, dass dafür Grundstücksabtretungen notwendig sind. Für diese Pläne gibt es Neuerungen im Flächenwidmungsplan – und einige große Neubauten, die auch begrünt werden sollen.
WIEN/HIETZING. Im Gemeinderatsausschuss für Stadtentwicklung, Mobilität und Wiener Stadtwerke wurde am 8. April ein neuer Flächenwidmungs- und Bebauungsplan für den südlichen Teilbereich der Verbindungsbahn und der Umgebung im 13. Bezirk beschlossen. Der Plan definiert die zukünftigen Rahmenbedingungen unter anderem für Bauklassen, Bebauung, Grünflächen sowie Rad- und Fußwege für einen rund 32 Hektar großen Teil von Hietzing.
Im Zuge des Umbaus der Verbindungsbahn durch die ÖBB soll entlang der Gleise eine hochwertige Fuß- und Radverbindung errichtet werden – damit soll es künftig eine durchgehende Radverbindung vom Wiental bis in den Süden Wiens geben, also nach Meidling und Favoriten.
Grundstücksabtretungen geplant
Anrainerinnen und Anrainer in Speising, Lainz und Unter St. Veit befürchten bereits seit mehreren Jahren, dass es im Zuge der Errichtung der neuen Fuß- und Radverbindung zu Grundstücksabtretungen bzw. Enteignungen kommt – Grundstücke, die unmittelbar an der Bahnstrecke verlaufen, könnten dazu um einige Meter verkleinert werden.
- Fünf Meter der Grundstücksbreite inklusive der Einfahrt, vor der Johanna Kniely steht, würden für den neuen Radweg enteignet werden.
- Foto: Mathias Kautzky/MeinBezirk
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Anrainerin Johanna Kniely aus der Jagdschlossgasse befürchtet deutliche Eingriffe auf ihrem Grundstück. „Sie wollen auch einen Radweg neben der Bahn verlegen, wofür sie dann fünf Meter vom Grund, also vom Garten, enteignen – und da stehen halt sämtliche Bäume drauf", erklärt die Lainzerin.
Schutzzone wird vergrößert
In Teilen von Lainz wird die Schutzzone vergrößert: Das umfasst die für den Bezirk charakteristische freistehende Villenbebauung, die künftig als Schutzzone ausgewiesen werden soll. Damit bleibt das äußere Erscheinungsbild der Gebäude bewahrt.
Der Bereich des neuen Flächenwidmungs- und Bebauungsplans reicht von der Veitingergasse im Norden bis zur Klimtgasse bzw. dem Wiental im Osten sowie über die angrenzenden Baublöcke mit Teilen des historischen Ortskerns von Lainz. Auch das südlich an die Bahn anschließende Siedlungsgebiet von der Speisinger Straße bis zur Wattmanngasse ist Teil des Plans.
Die Politik freut sich
„Der Flächenwidmungs- und Bebauungsplan ist eine wichtige Weichenstellung für Hietzing und das Fundament für weitere Entwicklungsschritte in einem Gebiet, das rund 45 Fußballfelder groß ist. Dieser Plan zeigt wie das Bewahren von Bestehendem mit der Schutzzone und die Weiterentwicklung der Stadt mit dem Ausbau des Fuß- und Radwegenetzes und der sozialen Infrastruktur Hand in Hand geht“, so Ausschuss-Vorsitzender Omar Al-Rawi (SPÖ).
- Im Park des Kardinal-König-Hauses an der Jagdschloßgasse soll ein Tageshospiz errichtet und der Kindergarten erneuert werden.
- Foto: Lisa Kammann
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"Es ist ein schönes Gefühl zu sehen, wie unsere Pläne aus dem Regierungsprogramm Realität werden. Die Möglichkeit für diesen neuen, bahnbegleitenden Weg ist eine ganz besonders erfreuliche Nachricht für alle, die in Hietzing zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind. Diese so wichtige Verbindung quer durch den Bezirk war uns als Aufschwungskoalition ein großes Anliegen – jetzt schaffen wir die Voraussetzung für mehr Platz und Sicherheit für klimafreundliche, aktive Mobilität“, fügt Neos-Mobilitätssprecherin Angelika Pipal-Leixner hinzu.
Stadtentwicklung in Hietzing
Die neue Flächenwidmung hat zum Ziel, die für den 13. Bezirk charakteristische Siedlungsstruktur der freistehenden Villenbebauung durch eine vergrößerte Schutzzone für die Zukunft zu erhalten und zu sichern. Zur Ergänzung der sozialen Infrastruktur ist beabsichtigt am Areal des Kardinal-König-Hauses an der Jagdschloßgasse ein Tageshospiz zu errichten und den dortigen Kindergarten zu erneuern.
Zudem sind Begrünungsmaßnahmen vorgesehen. Zur Verbesserung des Mikroklimas soll eine intensive Begrünung von Flachdächern oder flach geneigten Dächern, eine Vorschreibung einer Fassadenbegrünung und ein Unterbauungsverbot für Bereiche mit attraktivem Baumbestand vorgeschrieben werden.
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