Dringender Einsatz
Alarm in Hardegg – Feuerwehren sichern die Trinkwasserversorgung
- Tanklöschfahrzeuge der Feuerwehr sichern derzeit die Trinkwasserversorgung in Hardegg.
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Nach einer Verunreinigung der Thaya infolge eines Abwasserunfalls auf tschechischem Staatsgebiet wird die Trinkwasserversorgung der Gemeinde Hardegg derzeit durch einen umfassenden Feuerwehreinsatz aufrechterhalten. Mehrere Tankfahrzeuge sorgen im Pendelverkehr für die Versorgung der Bevölkerung.
HARDEGG. Am 19. Jänner 2026 kam es auf tschechischem Staatsgebiet zum Bruch eines Lagerbeckens mit Abwasser, wodurch die Thaya verunreinigt wurde.
Abwasserunfall als Auslöser
In der Folge konnte das Trinkwasser für die Gemeinde Hardegg nicht mehr wie gewohnt aus dem Fluss entnommen werden.
- Der Feuerwehreinsatz stellt die Versorgung der Bevölkerung von Hardegg weiterhin sicher.
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Um die Versorgung dennoch sicherzustellen, wurde umgehend ein Feuerwehreinsatz organisiert. Bezirkshauptmann Karl-Josef Weiss betont: „Die Wasserversorgung der Gemeinde Hardegg ist sichergestellt.“
Pendelverkehr mit Tankfahrzeugen
Die Einsatzleitung vor Ort liegt beim Bezirksfeuerwehrkommandanten-Stellvertreter Reinhard Scheichenberger. Mehrere Tanklöschfahrzeuge sowie Wechsellader pendeln zwischen einer Wasserentnahmestelle in Langau und dem Hochbehälter in Felling.
- Vor Beginn des Einsatzes wurde ein Straßenabschnitt für den schweren Fahrzeugverkehr vorbereitet.
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Insgesamt stehen dabei Transportkapazitäten von rund 23.000 Litern zur Verfügung. Vor Beginn des Pendelverkehrs musste ein Straßenabschnitt eigens befestigt und für den intensiven Einsatzverkehr vorbereitet werden.
Kontrollen und weiterer Einsatzverlauf
Die übergeordnete Einsatzkoordination erfolgt durch Bezirksfeuerwehrkommandant Alois Zaussinger gemeinsam mit Abschnittsfeuerwehrkommandant Markus Zahlbrecht. Parallel dazu ist die Wasserrechtsbehörde vor Ort und führt laufend Wasserproben durch.
- Insgesamt stehen Transportkapazitäten von rund 23.000 Litern Wasser zur Verfügung.
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„Sobald die erforderliche Wasserqualität wieder erreicht ist, werden die Pumpen- und Filteranlagen zur Wasserentnahme aus der Thaya wieder in Betrieb genommen“, erklärt Zaussinger.
Schilderungen vom Bürgermeister
Bürgermeister Friedrich Schechtner schildert die aktuelle Lage wie folgt: „Im Gemeindeamt wurde umgehend ein Krisenstab eingerichtet, der in enger Abstimmung mit der Bezirkshauptmannschaft und der Feuerwehr den gesamten Einsatz koordiniert. Wir treffen uns laufend zur Lagebeurteilung, das Wasserwerk war die ganze Nacht über besetzt."
Bedarf von 22 Kubikmeter Wasser pro Stunde
Derzeit wird Wasser über die EVN-Leitungen aus Langau und Heinrichsdorf mittels Feuerwehrfahrzeugen herangeführt. Dieses Wasser wird in Vorratsbehälter vor den Hochbehältern eingebracht, anschließend durch die Aufbereitungsanlage geleitet und danach in das Leitungsnetz eingespeist. Für die Hardegger Bürgerinnen und Bürger läuft die Versorgung dadurch völlig unauffällig – sie merken im Alltag nicht, dass das Wasser momentan nicht aus den Brunnen an der Thaya stammt.
"Unser eigenes Wasser können wir erst dann wieder nutzen, wenn die zuständige Behörde dafür die Genehmigung erteilt. Wie lange das dauern wird, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen. Dass die gemessenen Werte bereits wieder sinken, ist jedoch ein positives Zeichen. Besonders wichtig war die rasche Information aus Tschechien, die es uns ermöglicht hat, rechtzeitig Vorkehrungen zu treffen und die Brunnen vorsorglich zu schließen. Dank des engagierten Einsatzes der Feuerwehren ist die Trinkwasserversorgung in Hardegg jedenfalls zu jeder Zeit gesichert", gibt der Bürgermeister Entwarnung.
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