Was beeinflusst den Krankheitsverlauf von COVID-19?

Neue Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung zu SARS-CoV-2

Manche Menschen, die sich mit dem Coronavirus infizieren, merken kaum etwas davon. Andere wiederum erkranken schwer und müssen stationär behandelt werden. Als einen wichtigen Frühindikator dafür, ob die Virusinfektion mild oder schwer verlaufen wird, hat die Arbeitsgruppe „Cellular immunity in inflammation and cancer“ am Universitätsklinikum Erlangen den Immunbotenstoff Interleukin-3 identifiziert. Die Ergebnisse der Untersuchung erscheinen in der Zeitschrift „Nature Communications“.

Die Forschenden um PD Dr. Georg Weber, stellvertretender Klinikdirektor und Leitender Oberarzt der Chirurgischen Klinik (Direktor: Prof. Dr. Robert Grützmann) des Uni-Klinikums Erlangen, und Dr. Alan Bénard, Mitarbeiter der Chirurgie, beschäftigen sich auf zellulärer Ebene mit immunologischen Mechanismen bei entzündlichen und bösartigen Erkrankungen. Nun haben sie in einer Studie nachgewiesen, dass ein niedriger Interleukin-3-Spiegel im Blutplasma häufig mit einem schweren COVID-19-Krankheitsverlauf einhergeht.

Das Zytokin Interleukin-3 spielt für die Organisation der Immunantwort des Körpers nämlich eine große Rolle. Es regt am Ort des Geschehens einer Entzündung – zum Beispiel einer Lungenentzündung, ausgelöst durch SARS-CoV-2 – die dortigen Zellen dazu an, das Protein CXCL12 zu bilden. „Dieses Protein kommuniziert mit den plasmazytoiden dendritischen Zellen – unspezifischen Immunzellen, die normalerweise in der Blutbahn zirkulieren. CXCL12 ‚lockt‘ sie gewissermaßen in die entzündete Lunge, wo sie die Vermehrung der auslösenden Viren eindämmen“, erklärt Dr. Weber.

Exaktere Evaluation des Risikos

Dafür, ob für eine Person, die sich mit dem Coronavirus infiziert hat, das Risiko eines schweren Verlaufs besteht, liefert der Interleukin-3-Spiegel also einen wichtigen Anhaltspunkt. Bisher konnte man diese Einschätzung nur an weitaus gröberen Kriterien festmachen – etwa am Alter oder bestimmten Vorerkrankungen. „Es können aber auch Menschen, die keiner Risikogruppe angehören, wenig Interleukin-3 im Blut haben. Bei diesen kam bislang ein schwerer Verlauf eher überraschend und eine adäquate medizinische Versorgung möglicherweise zu spät“, gibt Dr. Weber zu bedenken.

Nun könnten auf Grundlage der Studienergebnisse zu einem früheren Zeitpunkt wichtige Entscheidungen über die Behandlung von COVID-19-Patienten getroffen werden. Perspektivisch sei auch denkbar, eine Immuntherapie zu entwickeln, bei der Interleukin-3 in Form eines Inhalats zum Einsatz komme, um die Lunge zielgenau vor dem Befall durch Viren zu schützen. (Quelle: DeutschesGesundheitsPortal)

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