21.08.2016, 21:03 Uhr

Causa Alt-Wien Kindergärten schlägt in Penzing besonders hat zu!

Wien: Friedrich-Schmidt-Platz |

Mit vier Standorten zählt Penzing zu den hauptbetroffenen Bezirken und verliert über 200 Kindergarten- und Hortplätze

"Ich kann seit Tagen nicht mehr schlafen, meine Tochter hätte am 1. September einen Platz in der Kleinkind-Gruppe bekommen sollen" erklärt mir eine verzweifelte junge Mutter. Sie wohne im 23. Bezirk und hat lange einen Platz für ihre kleine Tochter gesucht, die unter drei Jahre alt ist.

Ja, solche Distanzen müssen ohnehin in Kauf genommen werden, wenn das Angebot knapp ist. Jetzt trifft es aber noch eine Menge anderer Eltern, die sich bisher glücklich geschätzt haben und IHREN Kindergarten gefunden hatten. Alle sind voll des Lobes was die Betreuer/-innen, das pädagogische Konzept und die Öffnungszeiten anbelangt hat. Auch mit den Kosten waren alle einverstanden.

Seit Mitte Juli schaut die Welt für 2.300 Kinder und Eltern in Wien anders aus. Die Stadt bzw. die MA 10 hat angekündigt, die Förderungen auszusetzen. Sie wären vom Betreiber missbräuchlich eingesetzt worden. Ob das so ist und warum verschiedene Angebote seitens des Betreibers von der MA 10 nicht angenommen wurden, ist jedenfalls zu klären.

Penzing verliert neben der Leopoldstadt und Favoriten die meisten Plätze

Anfang des Jahres erhielt ein Standort in Penzing für eine weitere Gruppe keine Fördermittel mehr. Auf Nachfrage im Bezirksparlament wurde mir mitgeteilt, dass es keinen Bedarf gäbe! Die Listen mit den Anmeldungen waren aber voll. Der Träger solle es nächstes Jahr nochmals probieren. Es gab keinen Hinweis darauf, dass hier etwas nicht stimmen könnte. Drei weitere Standorte in Penzing sind ebenfalls von der möglichen Schließung betroffen. Die Eltern wollen sich das nicht gefallen lassen und haben wieder zu einer Protestkundgebung aufgerufen:

Morgen, am 22. August um 16 Uhr große Demo am Friedrich Schmidt-Platz (Rathaus)

Alle Personen sind herzlich eingeladen, die sich mit den Betroffenen solidarisch zeigen wollen. Kinder sind keine Autos, die man einfach an einem beliebigen Ort einparkt. Die Vorgehensweise, das Chaos und das mangelnde Krisenmanagement der rot/grünen Stadtregierung und der MA 10 ist beschämend!
0
1 Kommentarausblenden
1.117
Alfred Kafka aus Penzing | 22.08.2016 | 18:09   Melden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.