Friedenswanderung im Burgenland
Peacewalk - Start auf der Friedensburg Schlaining
- Bgld. Peacewalk - Start auf der Friedensburg Schlaining
- Foto: Peter Seper
- hochgeladen von Monika Petanovitsch
Auf der Friedensburg Schlaining war dies ein besonderer Moment für die Teilnehmer:innen der Friedenswanderung durch das Burgenland. Der Start, am 11. Juli, für die dritte Etappe "Peacewalk" wurde von einem bunten Rahmenprogramm begleitet. Als Highlight und Wertschätzung für diese Friedenswanderung stellten sich für die Begrüßung prominente Persönlichkeiten in den Dienst der guten Sache.
Norbert Darabos als Präsident des ACP (Austrian Centre for Peace), Mag. Andreas Bardeau der Vorsitzende der Schlösserstraße und der Gründer des Jerusalemweges, Johannes Aschauer, betonten in ihren Grußworten die Notwendigkeit der Zusammenarbeit, über Grenzen hinweg, für nachhaltige Friedensarbeit. Aber auch, wie wichtig dieses TUN für den Frieden, im persönlichen und regionalen Umfeld ist. In diesem Sinne, im Kleinen etwas zu bewegen und dadurch Teil eines großen Ganzen zu sein, das war auch die Motivation von Monika Petanovitsch als Organisatorin dieses Friedensweges durch das Burgenland, denn der Gedanke des Peacewalk ist, "im gemeinsamen Gehen, eine Schule des Lernens für den Frieden zu sein".
Musikalisch wurde die Begrüßung sehr stimmungsvoll von Julia Wisser mit Tochter Valerie und Waltraud Hofer, Organisatorin vor Ort, mit Friedensliedern begleitet. Bevor die Gruppe sich auf den Weg machte, spendete Diakon Gustav Lagler den Pilgersegen und ein gemeinsames Geschicklichkeitsspiel stand noch auf dem Programm.
Dann war es endlich soweit und 30 Personen, viele aus den südlichen Bezirken sowie der angrenzenden Steiermark, machten sich in Begleitung von Johannes Aschauer auf den Weg. Die Strecke führte vorerst auf dem „Friedensweg“ durch schattige Wälder von Schlaining nach Bad Tatzmannsdorf. Im Schatten der Röm. Kath. Pfarrkirche „Zum Johannes d. T.“ wurde für die Pilger:innen eine Labestation vorbereitet, unterstützt von Bernadette Schuller.
In der Kirche war Zeit für Stille und Innehalten, und alle Pilger:innen versammelten sich, um gemeinsam das FRIEDENSGEBET zu sprechen.
Nach dieser Stärkung für Leib und Seele wanderte die Gruppe über Sulzriegel und Neustift nach Bergwerk, wo eine Rast im Gasthaus wohltuende Erfrischung brachte. Einige Pilger:innen konnten nur eine Teilstrecke mit dabei sein, aber das Motto des „Peacewalk“ lautet: „Ob du eine Stunde, einen Tag oder die gesamte Strecke gehst – DU bist eine/einer von Tausenden, die sich für Bewegung entscheiden – inspiriert von und zur Unterstützung von Friedensstifter:innen weltweit.“
Auf abwechslungsreichen Wegen war dann die Ortschaft Grodnau erreicht und kurz darauf ging es über einen Forstweg steil bergan Richtung Bernstein. Die herrlichen Ausblicke und das Ziel vor Augen entschädigten die Anstrengungen. Wohlbehalten erreichten nach ca. 19 Kilometern alle Pilger:innen das Tagesziel der dritten Etappe des „Peacewalk“ durch das Burgenland: Burg Bernstein!
Im Innenhof der Burg begrüßte uns Burgherr Erasmus Almásy und gab einen kurzen Einblick in die historische Geschichte der Burganlage. Als Abschluss erwartete die Teilnehmer:innen noch eine Agape, fürsorglich von Waltraud Hofer vorbereitet, wo der Tag einen gemütlichen Ausklang fand.
Bereits am Tag darauf, Sonntag, 12. Juli, startete die vierte Etappe der Friedenswanderung durch das Burgenland in Weingraben. Mit dem Gottesdienstbesuch und einem feierlichen Pilgersegen, gespendet von Pfarrer Basil Obiekii, so gestärkt machte sich die Pilgergruppe auf den Weg nach Kobersdorf.
Zuvor wurden die Teilnehmer:innen noch von der Organisatorin des Bgld. Peacewalk Monika Petanovitsch und von Romy Weber, Organisatorin vor Ort, begrüßt. Musikalisch umrahmt von Rainer Weber, der auf seiner Ziehharmonika schwungvolle Stücke zum Besten gab.
Bei herrlichem Wanderwetter setzte sich der „Friedensmarsch“ mit 34 Teilnehmenden in Bewegung. Bald lag Weingraben hinter uns und der Weg führte stetig bergauf, begleitet von der Kennzeichnung des „Burgenländischen Weitwanderweges B/07“. Ein angenehmes „Lüfterl“ und der schattige Forstweg ließen die Pilgergruppe flott vorankommen.
Im Besonderen waren die Tagesimpulse Benediktinermönch David Steindl-Rast gewidmet, der am 12. Juli seinen 100. Geburtstag feierte! Bruder David setzt sich ein Leben lang für den Frieden ein und er ist spiritueller Impulsgeber und interreligiöser Brückenbauer. „Frieden in mir – Frieden in der Welt!”
Nach ca. 6 Kilometern war der Ort Landsee (630m ü.M) erreicht, unter schattigen Bäumen vor der Pfarrkirche „hl. Michael“ stimmten wir ein frohes „Laudate omnes gentes“ an, im Sinne von Franz von Assisi: „Die ganze Welt ist unser Kloster“ – eine der zentralen Lebensweisheiten der franziskanischen Bewegung: Offenheit und Nächstenliebe…, die nicht an Klostermauern gebunden ist…
Als besonderer Höhepunkt des Tages, im wahrsten Sinne des Wortes, war dann nach weiteren 1,5 Kilometern die Burgruine Landsee erreicht: sie thront auf einem Felssporn und der höchste Punkt der Anlage, der Bergfried, liegt auf rund 654 Metern. Vor dem Burgtor erwartete uns Bernhard Reisner, Ratsvikar der Pfarre Landsee, der für uns eine Labestation mit Getränken, Gebäck und Strudel vorbereitet hatte. Nach dieser wohlverdienten Pause war die Besichtigung des höchsten Turms der Ruine Landsee angesagt. Ein Aufstieg der sich allemal lohnt, sie wird mit einem Rundum-Panoramablick belohnt. Bei guter Sicht kann man den Neusiedlersee erblicken und die Pannonische Tiefebene dahinter erahnen. Mit einer 180 Grad Drehung erblickt man die Berge des Wechselgebietes und der Buckligen Welt – einfach wunderschön.
Nun lag noch die zweite Hälfte des Weges vor uns und diese Strecke führt im Gebiet des „NATURPARK LANDSEER BERGE“ über schöne Waldwege hinunter nach Kobersdorf. Am Waldrand angekommen besuchten wir den Jüdischen Friedhof, dann die ehem. Synagoge in Kobersdorf. Die ehem. Synagoge, sie wurde im Jahr 1860 erbaut, dient heute als Kultur-, Bildungs- und Erinnerungsort mit Schwerpunkt auf jüdischer Geschichte und Kultur. Führungen können unter Voranmeldung gebucht werden: johannes.reiss@der-transkribierer.at
Nach ca. 17 Kilometern fand die vierte Etappe „Peacewalk“-Burgenland bei der Röm. Kath. Pfarrkirche in Kobersdorf ihren Abschluss, wo gemeinsam mit Pfarrer Shinto Varghese Michael das FRIEDENSGEBET (aus dem Europakloster Gut Aich) gesprochen wurde. Gestärkt mit dem Segen und einer erfrischenden Agape, vorbereitet von Christa Fraunschiel, traten wir dankbar die Heimreise an.
Zwei unvergessliche Tage – Schritte für den Frieden - die noch lange nachwirken werden.
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"Schritte für den Frieden" GEHT weiter, auf dem Zubringerweg:
JERUSALEMWEG BURGENLAND
Pannonischer Friedensweg
entlang der Schlösserstraße im Burgenland von Süd nach Nord!
Ob du eine Stunde, einen Tag oder mehrere Etappen gehen möchtest,
es stehen noch 2 Termine zur Verfügung,
wähle nach deinen Möglichkeiten!
Der Peacewalk Burgenland - als Teil eines großen Ganzen - mündet in Neusiedl am See in den weltweit längsten Friedensweg, dem “Jerusalemweg" (Jerusalemway.org)!
Alle Infos über die einzelnen Etappen auf www.pilgernbewegt.at
Anmeldung erforderlich!
Foto-Quelle im Beitrag, wenn nichts anderes vermerkt: Monika Petanovitsch und Bgld. Friedenswanderung
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