07.11.2017, 15:00 Uhr

Serie "Unsere Familienbetriebe": Baumarkt Niederer in Jennersdorf

Die dreiköpfige Geschäftsführung des Baumarkts und Baustoffhandels bilden Thomas (links), Julia und Erwin Niederer. (Foto: David Marousek)
Wer in Südostösterreich mit Bauen zu tun hat, kommt um Niederer nicht herum. Das Familienunternehmen hat sich in den 65 Jahren seines Bestehens weit über den Bezirk Jennersdorf hinaus einen Namen gemacht.

Seit 1952

Den Anfangspunkt setzte Karl Niederer 1952, als er mit seiner Frau Helene in St. Martin an der Raab ein Fuhrwerksunternehmen gründete. Bald kamen Schotterabbau und Baustoffhandel als Unternehmenszweige hinzu.

1962 wurde in St. Martin ein neues Firmengebäude errichtet, 1980 der erste Baumarkt in Jennersdorf. Seit 1993 ist Niederer ein Partner der Bau-Handelsgesellschaft Hagebau. Im Jahr 2008 folgte die Expansion nach Ungarn: In Rátót wurde ein Fachmarkt und Baustoffhandel gegründet.

Über 40.000 Artikel

Jüngster großer Schritt war die Erweiterung des Baumarkts in Jennersdorf, der im März 2017 abgeschlossen wurde. Auf einer Verkaufsfläche von rund 4.000 m2 werden über 40.000 Artikel angeboten: Baustoffe, Haushalts- und Gartenartikel, Fliesen, Sanitär und Holzprodukte.

An den Standorten Jennersdorf, St. Martin und Rátót beschäftigt das Unternehmen aktuell rund 90 Mitarbeiter.

Dreiköpfige Geschäftsführung

Seit 1980 hat Erwin Niederer im Betrieb das Ruder in der Hand. Seine Kinder Julia und Thomas sind heuer in die Geschäftsführung aufgenommen worden. Niederer senior ist für den Baustoff-Einkauf und die allgemeine operative Geschäftsführung zuständig. Tochter Julia besorgt Controlling, Kostenrechnung und Warenwirtschaft, Sohn Thomas ist Herr über das gesamte Computerwesen.

"Ich glaube, in einem Familienbetrieb wie unserem herrscht ein anderer Umgang mit den Mitarbeitern wie in einem Großkonzern", sagt Thomas Niederer. "Die Hierarchien sind natürlich vorhanden, aber greifen nicht so scharf. Wir machen viel in Sachen Personalentwicklung und und wollen unseren Mitarbeitern mit Respekt begegnen."

Dass innerhalb der Familie die Grenzen zwischen Privatem und Beruflichen verschwimmen, lässt sich nicht vermeiden. "Wenn wir am Sonntag beim Essen zusammensitzen, dreht sich wahrscheinlich die Hälfte der Gesprächsthemen um die Firma", schmunzelt Niederer.

Tennis und Fußball

Zum Ausgleich haben die beiden Junior-Geschäftsführer ihre Hobbies im Sport. Thomas Niederer ist Obmannstellvertreter im Jennersdorfer Tennisclub,, Schwester Julia ist Obfrau des Fußballvereins in St. Martin.

Weitere Familienbetriebe aus dem Burgenland
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.