08.11.2016, 11:09 Uhr

Israelische Botschafterin zu Besuch in Klagenfurt

LH Peter Kaiser empfing die israelische Botschafterin Talya Lador-Fresher (Foto: LPD/fritzpress)

Ziel der Botschafterin sei es, mehr Verständnis für die einzigartige Situation Israels im Nahen Osten zu schaffen

Die Botschafterin des Staates Israel in Österreich, Talya Lador-Fresher, war gestern zu einem Antrittsbesuch in Kärnten. Bei Kaffee und Kärntner Reindling erzählt die Botschafterin von ihrem zweiwöchigen Kurs „Deutsch für Ausländer“ an der Universität in Klagenfurt und schwärmt vom tollen Programm das den Studierenden dort geboten wird.

Vorbildfunktion Kärntens

Kärntens Vorreiterrolle in puncto Dreierkoalition, Abschaffung des Proporzes und die Bemühungen im Bereich der Wirtschaft sollten der Botschafterin einen Einblick in die Situation Kärntens bieten. „Ich setze schon seit längerem auf ein positives Trippel-I, nämlich auf Innovation, Internationalität und Investition. Jetzt soll ein viertes I dazukommen – nämlich ein positives Image für Kärnten“, so Landeshauptmann Peter Kaiser. Unternehmungen im Bereich Industrie 4.0, Errungenschaft des Sozial- und Gesundheitssystems sowie die Vorbildfunktion Kärntens in vielen Bereichen der Umwelt- und Energiepolitik waren nur einige positive Beispiele von denen der Landeshauptmann berichten konnte.

Unterstützung für Israels Positionen in der EU erwünscht

„Das vierte I nach dem Sie streben, sollte eigentlich für Israel stehen“, so Lador-Fresher mit Augenzwinkern. Sie sei vor allem Botschafterin geworden, um sich für mehr Verständnis für die Israelis in ihrer einzigartigen Situation im Nahen Osten einzusetzen. In Österreich habe sich In der Aufarbeitung der Vergangenheit schon viel getan. Es reiche aber nicht, die Vergangenheit nur zu akzeptieren, vielmehr müsse man daraus lernen. „Ich hätte gerne, dass die österreichischen Positionen gegenüber Israel näher an den deutschen liegen. In Deutschland ist sehr klar: Wegen der Vergangenheit gibt es eine besondere Verantwortung und Beziehung zu Israel, und darum ist das Verständnis für Israels Sicherheitsbedürfnisse besser“, so die Botschafterin. Sie wünscht sich mehr Unterstützung für Israels Positionen in der EU von Österreichs Politik.
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