Einzigartig und lebendig: das Eboardmuseum

Gert Prix feiert 10 Jahre Eboardmuseum, u. a. mit einem Konzert von Ken Hensley (Uriah Heep) am 5. Oktober
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KLAGENFURT. (chl). Vergangene Woche feierte der Musiker, Lehrer und Museumsbetreiber Gert Prix seinen Sechziger – mit einem Konzert der wichtigsten Bands und Musikprojekte, an denen er aktuell und aktiv beteiligt ist: Beach Band, Three Tight, Hardware, Strichpunkt, Udo Tribute Band, Band Over Troubled Water. Doch damit nicht genug: Diese Woche zelebriert Prix das Zehn-Jahre-Jubiläum des von ihm gegründeten und geführten und mit dem Österreichischen Museumsgütesiegel ausgezeichneten „Eboardmuseums“ in der Klagenfurter Florian-Gröger-Straße. Exakt am Jahrestag der Eröffnung, dem 5. Oktober, mit einem Konzert von Ken Hensley, Gründungsmitglied, Gitarrist und Sänger der legendären „Uriah Heep“.

Weltweit einzigartig

Genau genommen sind diese zehn Jahre allerdings eine Untertreibung. Denn schon 13 Jahre vor der Eröffnung hatte der Vollblutmusiker seine 1987 begonnene Sammlung elektronischer Tasteninstrumente am Standort in Viktring der Öffentlichkeit zugängig gemacht.
Beim Umzug an den heutigen Standort hatten Prix und sein Team 1.237 elektronische Instrumente, Effektgeräte und Verstärker zu übersiedeln. Heute sind es an die 1.800 Ausstellungsstücke und damit verdient die Institution das Prädikat Weltweit größtes Museum seiner Art. Prix dazu: „Der Titel weltweit größtes Eboardmuseum resultiert aus zehn Jahren Betrieb, genauesten Recherchen und Besuchern aus der ganzen Welt, von No-Names, die sich mit der Szene beschäftigen bis hin zu Musikergrößen, die regelmäßig die Welt bereisen. Und von allen, ausnahmslos, kam das Feedback, das es weltweit keine weitere öffentlich zugängliche E- oder Keyboard-Präsentation dieser Größenordnung gibt, die zudem unserem Anspruch einer Anthologie der Elektronischen Musik gerecht wird. Aber wenn eines Tages einer kommt und sagt, er habe ein größeres, habe ich kein Problem das zweitgrößte Museum dieser Art zu sein.“
Die offizielle Institution, die dieses Prädikat verleiht, ist übrigens das Guinness-Buch der Rekorde. „Ich habe vor fünf Jahren begonnen, die geforderten Unterlagen für den Eintrag zusammenzutragen, aber wieder abgebrochen, da dies administrativ kaum zu bewältigen ist und die Damen und Herren bei Guinness auch keine Ahnung haben, worum es eigentlich geht.“

Museum mit Bühne

Einzigartig ist das Eboardmuseum aus einem weiteren Grund: Es ist im besten Sinne des Wortes erlebbar. Der Besucher kann die Instrumente testen, spielen, berühren, und auf der Museumsbühne wird an rund 50 Konzertabenden pro Jahr Pop-Geschichte lebendig. „Die Event-Schiene haben wir ursprünglich als Beiwerk betrachtet, aber hat eine wesentlich größere Bedeutung erlangt als geplant war.“
Durch den weltweiten guten Ruf des Museums kann Prix mittlerweile aus dem Vollen schöpfen: „Die Künstler bieten sich mittlerweile uns an. Unser Geburtstags-Stargast Ken Hensley hat sogar seine Russland-Tournee verschoben, um zu unserem Wunschtermin hier spielen zu können.“

Hohes Potenzial

Der größte Wunsch für die nächsten zehn und mehr Jahre: „Wir sind kontinuierlich gewachsen, arbeiten mit einem Minimalbudget und sind und waren immer schuldenfrei. Das funktioniert aber nur, weil alle Mitarbeiter ehrenamtlich agieren und dafür bin ich allen sehr sehr dankbar. Was ich mir wünschen würde, sind fixe Angestellte, nicht weil wir müde sind, sondern weil irrsinnig viel Potenzial brach liegt, beispielsweise im wissenschaftlichen Bereich. Wir könnten vier bis fünf Voll-Arbeitsplätze locker und sinnvoll besetzen.“

10 Jahre Eboardmuseum: Live-Highlights:

Konzertbeginn: jeweils20 Uhr
Reservierung: 0699 19144180, office@eboardmuseum.com
Infos: www.eboardmuseum.com

5. 10., Ken Hensley & Forever Heep (ex Uriah Heep)
6. 10., Perfect Stranger: weltbeste Deep-Purple-Tribute-Band, u.a. mit dem Klagenfurter Keyboard-Maestro
Peter Mayr
7. 10., ab 19 Uhr, Lange Nacht der Museen: mit Kids der "New School of Rock", Nonstop-Führungen, Konzerten
13. 10., WIR 4: Ulli Bäer, Gary Lux, Harald Fendrich und Harry Stampfer
19. 10., Hans Theessink
20. 10., Sir Oliver Mally
27. 10., erstmals: The Doors Experience

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