Tourismus
Regnerischer Mai vermiest Touristikern Stimmung nicht

Bald. Hoffentlich! Der Mai war bisher regnerisch und kalt und heuer wahrlich kein Wonnemonat. Touristiker in Klagenfurt und Umgebung bleiben dennoch positiv gestimmt
  • Bald. Hoffentlich! Der Mai war bisher regnerisch und kalt und heuer wahrlich kein Wonnemonat. Touristiker in Klagenfurt und Umgebung bleiben dennoch positiv gestimmt
  • Foto: Kärnten Werbung/Steinthaler
  • hochgeladen von Verena Polzer

Kalt, regnerisch, ungemütlich: Der Mai war bisher kein Wonnemonat. Das spüren auch die Bäder und Touristiker. Dennoch sind alle optimistisch. 

KLAGENFURT, KLAGENFURT LAND (vep). Auf Regen folgt Sonne - so könnte man die aktuelle Stimmung in Klagenfurt und rund um den Wörthersee beschreiben. Kalt und nass ist der Saisonstart seit Anfang Mai für die Bäder und Ausflugsziele verlaufen; dass die Wetterkapriolen spürbar sind - unbestritten.  

3.000 statt 20.000 Besucher

Allen voran sind natürlich die Bäder betroffen. Der Klagenfurter Bäderchef der Stadtwerke, Christian Knes hat klare Zahlen: "2018 hatten wir um diese Zeit 20.000 Besucher, wir schaffen es im Mai aber auch oft auf bis zu 30.000. Heuer, mit Stand vom 15. Mai, zählen wir 3.000 Besucher." 
Die Stimmung vermiesen lässt sich Knes nicht. "Was uns aber wirklich fehlt, ist tatsächlich das Leben in den Bädern, die lachenden Kinder, die die neuen Spielanlagen nutzen und die Schulterklopfer der Gäste, dass wir alles wieder piccobello hergerichtet haben", verrät er. 
Tatsache sei - man müsse nicht schwarzmalen. Das Wetter sei eben unbeeinflussbar. "Der Mai dauert noch zwei Wochen. Und ich glaube, dass die Leute uns am ersten perfekten Tag sprichwörtlich die Bude einrennen werden, weil alle schon sehnsüchtig darauf warten", schmunzelt Knes. 
Zudem habe das große Strandbad in Klagenfurt einen massiven Vorteil gegenüber kleinen Bädern: "Wir haben viele tausende Saisonkarten, über 6.000. Und wir sind schon ausverkauft."

Klagenfurt: Über 100.000 Euro an Investitionen 

Investiert wurden in das Strandbad rund 100.000 Euro, um den Besuchern wieder beste Bedingungen zu bieten. Knes: "Von der Brückensanierung bis zu neuen Spielgeräten für die Kinder. Allen voran die beliebte Matsch-Anlage zwischen Süd- und Sportbrücke, die nun neu und größer ist." Auch im Loretto gibt es einen neuen Sandspielbereich für die kleinen Gäste, inklusive Sieben, Schranken und Sand-Aufzügen. 
Zum Thema Rauchfreiheit auf den Brücken im Strandbad kann Knes - angesichts des Wetters - noch nicht viel sagen, jedoch: "Die Rückmeldungen, die ich bisher erhalten habe, sind überwiegend positiv. Wir haben diese Maßnahme gesetzt, da immer wieder Stummel im Wasser waren und der Rauch auf dem sehr beengten Brückenplatz tatsächlich viele gestört hat. Am Beginn der Stege kann weiter geraucht werden, da sind auch große Aschenbecher. Genauso auf der Wiese und im Außenbereich der Gastronomie." 

Wörthersee-Tourismus: Nur Sonne und See allein ist zu wenig

Wörthersee-Tourismus-Chef Roland Sint will zum Thema Schlechtwetter nicht viel sagen. "Natürlich spüren alle Betriebe das, Freude mit solch verregneten kalten Starts hat keiner." Jedoch: "Initiativen wie die See.Ess.Spiele oder auch das Yoga-Festival sind gut, das spürt man auch." Und er wird noch deutlicher: "Wetterunabhängige Aktivitäten sind immer gut. Wer heute glaubt, sich auf den See und die Sonne allein verlassen zu können, wird es schwer haben." 
Die Buchungslage für den Sommer sei aber generell sehr gut - vergleichbar mit den vergangenen Jahren. "Im Vergleich zu früher ist es aber so, dass Buchungen heute sehr kurzfristig geschehen. Früher konnte man im April sagen, wie der Sommer wird, heute ist es so, dass man im Oktober sagen kann, wie er war", so Sint. 

Maria Wörth vermisst Wochenend-Urlauber im Mai

Auch in der Gemeinde Maria Wörth ist das Schlechtwetter naturgemäß spürbar, seit dem vergangenen Wochenende ist aber angesichts der GTI-Vortreffen die Frequenz im Ort gestiegen. Bürgermeister Markus Perdacher: "Die Stimmung ist bisher vor allem für die Urlauber schlecht gewesen, zum Teil haben wir ja nicht einmal Wanderwetter. Auch die Betriebe quer durch die Branchen merken das natürlich. Doch nach rund 14 Tagen die Saison schlechtzureden, ist zu früh. Abgesehen davon sind alle derzeit optimistisch." Denn die Buchungslage für die Sommermonate sei gut und so wie immer. Perdacher: "Manche Häuser sind jetzt schon ausgebucht, bei anderen setzt traditionellerweise die Buchung erst später ein."
Was Perdacher bemerkt: "Zwei- bis Dreitagesgäste, die sonst in dieser Zeit oft über die Wochenenden immer kommen, blieben wegen des Wetters schon aus."

Autor:

Verena Polzer aus Klagenfurt

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