Designer Kabinett
Sie verkauft die Cinderella-Story und das "Sex and the City"-Flair

Lisa Sonnberger feiert im Juni das einjährige Jubiläum ihres "Designer Kabinetts". Ihre Luxus-Secondhand-Stücke findet man in der Burggasse und bald auch in Velden in einem Sommer-Popup-Store.
  • Lisa Sonnberger feiert im Juni das einjährige Jubiläum ihres "Designer Kabinetts". Ihre Luxus-Secondhand-Stücke findet man in der Burggasse und bald auch in Velden in einem Sommer-Popup-Store.
  • Foto: Polzer
  • hochgeladen von Verena Polzer

Am 19. Juni feiert Lisa Sonnberger den 1. Geburtstag ihres Luxus-Secondhand-Shops "Designer Kabinett" in der Burggasse. Dass sie mit Chanel- und Hermés-Taschen, Manolo Blahnik- und Jimmy Choo-Schuhen aus zweiter Hand so erfolgreich wird, hätte sie selbst nicht gedacht. 

KLAGENFURT (vep). "Man muss neben der Leidenschaft dafür schon auch ein bisschen einen Vogel haben", lacht Unternehmerin Lisa Sonnberger. Am 19. Juni feiert ihr "Designer Kabinett" in der Klagenfurter Burggasse das Ein-Jahr-Jubiläum. Es ist eine Anlaufstelle für jene, die der Faszination der großen, namhaften Luxusmarken erlegen sind. Chanel, Louis Vuitton, Jimmy Choo, Manolo Blahnik, Hermés und wie sie alle heißen. 
Diese exklusiven Stücke - vorwiegend Taschen, aber auch viel an Kleidung, Schuhen, Schals, Uhren, Armbänder (z. B. Tiffany), Gürtel, Brillen und und und vertreibt Sonnberger günstiger als "normal". Denn die Luxusgüter sind Secondhand. "Viele haben zunächst Vorbehalte. Doch ich nehme nur jene Stücke an, die wie neu sind und prüfe auch strengstens auf Echtheit", so Sonnberger. Tatsächlich gibt es viele Menschen, die solche Luxusgüter einfach sammeln, anschauen, angreifen, hinstellen - wie andere teure Uhren oder Autos. "Und wenn sich Menschen dann von nahezu unberührten Stücken trennen, kommen sie zu mir. Ich beziehe meine Waren aus Privatbesitzen aus ganz Österreich, aber auch Deutschland, Italien oder Slowenien." 

Idee ist gewachsen

Die studierte Politologin Sonnberger war lange im Marketing für Textilfirmen tätig und hat schon immer ein Faible für exquisite Taschen und anderes Exklusives namhafter Hersteller gehabt. Und eigentlich eine ganz andere Idee für ihr Business: "Über den Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds KWF habe ich eigentlich als Startup ein Swap-Projekt angestrebt, das Tauschen und Verleihen solcher Luxusgüter. Das ist aber rechtlich schwierig. Nachdem ich aber bemerkt habe, welche Nachfrage nach solchen Luxusgütern besteht, ist das Design Kabinett entstanden und gewachsen." 

"Es ist eine Cinderella-Story"

Und das Geschäft läuft gut, was Sonnberger selbst nie so gedacht hätte. "Es ist der Reiz des Exklusiven, des Besonderen. Hinzu kommt, dass diese Exklusivität für ihre Verhältnisse günstiger zu bekommen ist." Viele hätten gerne ein solches Stück, manche sparen auch zielgerichtet darauf hin. Bei ´Sonnberger vielleicht etwas kürzer als sonst nötig. "Es ist auch ein bisschen eine Cinderella-Story, die da mitschwingt", versucht Sonnberger zu erklären.
Sie gibt ein emotionales Beispiel: "Eine Dame hat in meinem Schaufenster ein Beauty Case von Louis Vuitton betrachtet, die immer schon ein Jugendtraum von ihr war. Zu ihrer eigenen Hochzeit hat sie sich das selbst geschenkt. Sie stellt es an einen besonderen Platz - nur, um es anzusehen. Oft schwingen neben dem materiellen Wert viele immaterielle mit."  

22.000 Euro Kellybag von Hermés 

Ihr teuerstes Stück? "Eine Kellybag von Hermés aus Straußenleder. Der Secondhand-Preis liegt bei 22.000 Euro. Doch dieses Stück habe ich nicht im Laden, sondern sicher an anderer Stelle verwahrt", sagt Sonnberger. 
Generell achtet sie naturgemäß auf die Sicherheit, angesichts der Warenwerte, die bei ihr im Geschäft lagern. "Ich bin sehr gut versichert, zudem sind die Sicherheitsmaßnahmen hoch, inklusive Videoüberwachung." 
Ein "Klassiker" ist auch bei ihr zu sehen - eine Chanel Flapbag, die Klassische, Schwarze, Gesteppte mit Goldkette.  "Das ist aber nicht mein teuerstes Stück im Laden. Ich habe auch einen handgeflochtenen Shopper von Botega Veneta, der neu 9.300 Euro kostet."

Der Preis sei immer ein Konsens. "Es richtet sich nach dem Marktwert, nach den Vorstellungen der Verkäufer und letztendlich immer danach, wie viel jemand bereit ist, dafür zu bezahlen", sagt Sonnberger. Die Spanne bei ihr geht von Preisen ab 25 bis schon erwähnten 22.000 Euro für die Kellybag.
Und ihre Kunden? "Reichen von 14 - mit den Eltern natürlich - bis zu meiner ältesten Kundin mit 81, die immer wieder kommt." 

Sommer-Popup in Velden im Hotel Post

Weil ihr Geschäft so gut läuft, wird Sonnberger ab dem 24. Juni auch einen zusätzlichen Sommer-Popupstore in Velden aufmachen. Das funktioniere toll und die Synergie passe einfach. "Bis Ende August wird dieser Store in Wranns Hotel Post da sein. Während dieser Zeit sind die Öffnungszeiten in Klagenfurt allerdings etwas eingeschränkt", erzählt Sonnberger. Also kurzzeitig auch etwas exklusiver, wie ihre Stücke. Wer Sonnberger finden will: Auf Facebook unter "Designer Kabinett".

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen