29.05.2017, 16:17 Uhr

AIDS -PEER Educators ,,Hochachtung vor den Ausbildnerinnen“

An der HLW der Caritas in Klagenfurt wurden 16 Peer-Educatorinnen zum Thema Aids geschult. Damit stehen Jugendliche anderen Jugendlichen mit Informationen und Rat in der Schule zur Seite. Begegnung auf Augenhöhe.


Erster ,,Aufklärungs-Workshop“ in einer zweiten Klasse der Fachschule für Sozialberufe der Caritas in Klagenfurt: Sabrina Göderle und Ajra Huremović, Schülerinnen der vierten Klassen der Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe mit dem Schwerpunkt Sozialmanagement, sprechen mit Mädchen im Alter von 15, 16 Jahren über Aids, klären sie über Gefahren auf und bringen ihnen wichtige Informationen über die Krankheit und Risiken näher. Weil sie beinahe gleichaltrig sind, kann unbefangen und natürlich über das Thema gesprochen werden. Das ist das Konzept von ,,Peer Education“.
Das nötige Rüstzeug dafür haben die frischgebackenen Peer-Educatorinnen von der aidsHilfe Kärnten bekommen. ,,Wir haben bei der Schulung sehr viel Spaß gehabt, aber auch auf interessante Art und Weise gelernt, wie man anderen Jugendlichen etwas beibringen kann“, erzählen Sabrina und Ajra. Die aidsHilfe Kärnten bildet seit fast 20 Jahren Jugendliche an Kärntens Schulen in diesem Bereich aus. Geschäftsführer Günther Nagele sieht darin eine ,,wichtige Möglichkeit zur Prävention von Aids“. Es gehe darum, Jugendliche zu befähigen, ,,sich zu schützen und HIV positiven Menschen ohne Diskriminierung auf Augenhöhe zu begegnen“. Das Peer-Projekt ,,Liebe und Gesundheit“ bringe Aufklärung, die zielsicher ankomme, denn: ,,Jugendliche sprechen mit Jugendlichen in einem anderen Ton. Sie sind offener und ehrlicher. Und es macht ihnen Spaß“. Rudolf Altersberger als Amtsführender Präsident des Landesschulrates und Landesschulinspektorin Renate Kanovsky-Wintermann stießen bei der Pressekonferenz am 29. Mai 2017 in Klagenfurt in dasselbe Horn. ,,Schülerinnen und Schüler in über 514 Klassen in Kärnten reden heute über Sexualität, Aufklärung und darüber, ob Menschen HIV positiv oder negativ sind“, freute sich Altersberger über die Informations-Workshops, die innerhalb eines Jahres stattgefunden haben.
HLW-Direktorin Liselotte Tappler lobte die gute Kooperation mit der aidsHilfe und zollte den 16 neu ausgebildeten Educatorinnen ,,große Hochachtung“. Biologielehrerin Birgit Pichorner freute sich mit Sabrina und Ajra über ihren ersten und erfolgreich verlaufenen Workshop an der Schule. Dem sollen weitere folgen.
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