25.10.2016, 11:58 Uhr

Killer-Clowns sorgen für Angst und Schrecken

Erstmals in Kärnten gesichtet: Das Phänomen der Killer-Clowns hat nun auch Kärnten erreicht. Die Polizei warnt vor den Folgen der geschmacklosen Attacken der hässlich maskierten Clowns (Foto: mev.de)

Psychologe bezeichnet Kärntner Killer-Clowns als Trittbrett-Fahrer. Polizei warnt vor Konsequenzen.

KLAGENFURT (mv). Das Phänomen der Horror-Clowns hat nun auch Kärnten erreicht. In den (sozialen) Medien kursieren immer wieder Bilder von Clowns mit fratzenartigen Masken, die Menschen in Furcht und Schrecken versetzen. Sichtungen soll es bereits in Moosburg, Reifnitz und anderen Gemeinden im Bezirk Klagenfurt gegeben haben. AVS-Psychologe Kurt Kurnig sieht in dem Phänomen ein neues Produkt, das nach Marketingprinzipien perfekt entwickelt wurde. Die Polizei steht den hässlichen Clowns eher skeptisch gegenüber, da ihre Aktionen schnell in einer strafrechtlichen Übertretung enden können.

Clowns sind Trittbrettfahrer

Die Killer-Clowns wollen in erster Linie Aufmerksamkeit erregen. "Ein neues Phänomen funktioniert immer, wenn man aus Bekanntem etwas Neues entwickelt. Bei den Killer-Clowns handelt es sich um Horrormasken, in denen noch Züge eines Clowns zu erkennen sind. Diese Kombination erregt Aufmerksamkeit, da die positive Figur des Clowns umgedeutet wird", erklärt Kurt Kurnig. Die Killer-Clowns, die derzeit in Kärnten aktiv sein sollen, stuft der Psychologe als "Trittbrettfahrer" ein. "Sie haben gesehen, dass das Phänomen in den USA erfolgreich ist und wollen nun die mediale Aufmerksamkeit auf sich ziehen", sagt Kurnig. Gefährlich stuft der Psychologe eine kleine Gruppe der Clowns ein. "Leider gibt es auch immer Menschen, die ein solches Phänomen nutzen um Minderwertigkeitskomplexe abzubauen. In einem solchen Fall kann es zu einer Eskalation kommen", warnt der AVS-Psychologe.

Konsequenzen unterschätzt

Die Polizei warnt indes, dass die geschmacklosen Scherze der verkleideten Clowns schnell strafrechtliche Konsequenzen haben können. "Leute zu erschrecken ist eine Sache, aber wer sie in Furcht und Schrecken versetzt, überschreitet eine Grenze. Es könnte sich dabei um eine Drohung oder eine Nötigung handeln, also Delikte, die sogar strafrechtlich relevant sind", erklärt der Polizeisprecher. Eine weitere Gefahr sieht Dionisio in den Folgen einer Killer-Clown-Attacke. "Die Opfer können sich bei der Flucht verletzen oder gar von einem Auto erfasst werden", warnt der Polizeisprecher. Skeptisch sieht die Polizei auch die zahlreichen Postings über angebliche Clown-Sichtungen. "Die Meldungen in den Sozialen Medien führen zu öffentlicher Verunsicherung und entbehren zumeist jeglicher Grundlage", stellt Rainer Dionisio klar.
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