Sensationeller Fund von Josefine Allmayer Dokumenten und Belegen

Teil der Identitätskarte
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  • Teil der Identitätskarte
  • Foto: Archiv Museum Kierling
  • hochgeladen von Marion Pertschy

KIERLING (pa). Vor genau 20 Jahren, 1998, ermöglichte die jüngste Schwester und Nachlassverwalterin des Scherenschnittkunstschatzes, Anna Allmayer, dem Museum in Kierling, diesen zu erwerben. Insgesamt 1.461 Scherenschnitte und ca. 1.000 Belege konnten damit gerettet und für eine wissenschaftliche Bearbeitung gesichert werden. Zahlreiche Veröffentlichungen und Ausstellungen legen davon Zeugnis ab. Eine Ausstellung darüber kann derzeit im Museum in einer Sonderausstellung besichtigt werden.
Durch den damit verbundenen Bekanntheitsgrad werden dem Museum seit dieser Zeit immer wieder Scherenschnitte und Belege wie z.B. Künstlerkarten und Druckwerke mit ihren Scherenschnitten angeboten.

31 Belegstücke

Vergangene Woche wurde die Museumsdirektorin Christl Chlebecek von jemandem, der das Museum kennt, verständigt, dass er ein Konvolut von „Allmayer-Unterlagen“ besitze, die er dem Museum Kierling überlassen würde. Sofort nach dem Anruf machte sich Christl Chlebecek mit ihrem Mann auf den Weg in die Nähe von Krems und wurde nicht enttäuscht.
Das Konvolut mit 31 Belegstücken enthielt nicht nur Geschäftsbriefe und Familien-Poststücke wie Feldpostbriefe des Bruders aus dem 2. Weltkrieg, sondern auch einmalige Dokumente wie Meldezettel und ihre Identitätskarte aus dem Jahre 1946. Aus dieser kann man z.B. ersehen, dass Josefine 1,58 groß war, blonde Haare und blaugraue Augen hatte.
Abgesehen von einem Meldezettel für Geschäftsräume für ihren Selbstverlag kann man Um- und Abmeldungen für Wien und Klosterneuburg nachvollziehen, da sie 1960 OLGR Dr. Josef Scheib heiratete und sich auch in dessen Wohnung im 5. Bezirk anmeldete.
Mit dem Erwerb dieser Unterlagen konnten nicht nur bisherige „Vermutungen“ belegt werden, sondern auch das Umfeld weiter dokumentiert werden, fanden sich doch auch Briefe und ein Gedicht der Freundin Amalie Popp, worüber das Museum im Vorjahr ein eigenes Buch editiert hat.

Noch nicht abgeschlossen

In eine Mappe mit den wichtigsten Belegen (in Kopie, da die Originale zum Teil schon „sehr gebraucht“ sind) kann man während der laufenden Ausstellung „Rettung des Allmayer Nachlasses vor 20 Jahren“ Einsicht nehmen. Der Fund bestätigt die Ansicht der Spezialistin für die Allmayer Sammlung, Christl Chlebecek, dass ihre Forschungen zu diesem Thema noch lange nicht abgeschlossen sind.

Teil der Identitätskarte
Meldezettel für Geschäftsräume

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