Abstecher ins Auenland

Am halbschattigen Wegesrand erhascht man einen Blick auf den Senningbach, der sich seinen Weg in Richtung Donau bahnt.
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  • Am halbschattigen Wegesrand erhascht man einen Blick auf den Senningbach, der sich seinen Weg in Richtung Donau bahnt.
  • hochgeladen von Katharina Peyerl-Liedel

In wenigen Gehminuten vom alten Stadtkern Stockeraus entfernt findet man sich in der wunderschönen Stockerauer Au wieder. Ein Naturschutzgebiet im Weinviertel das einen mit beinahe tropischen Tiergeräuschen und einem vornehm plätschernden Bächlein willkommen heißt. Für einige Augenblicke ist man weit weg vom Alltag, in einer traumhaften Naturkulisse, die zu den Donau-Auen gehört.

 
Die Stockerauer Au, südlich von der Stadt gelegen, bietet über 20 Kilometer lang reinstes Natur- und Erholungsgebiet zum Laufen, spazieren gehen, wandern oder Radfahren. Sogar eine Etappe des Weinviertler Jakobsweges führt durch die Au. Pilger können den Jakobsweg, von Drasenhofen bis Krems, auf einer Gesamtstrecke von 153 Kilometer durchwandern. Der quirrlige Senningbach entspringt im Bezirk Ernstbrunn, fließt durch die Au, und mündet schließlich in die Donau.

Blaue Frösche

Jetzt im Frühling wird man, besonders früh morgens als auch ab den frühen Abendstunden, Ohrenzeuge lauter Froschkonzerte, die sich im Raum rund um den Senningbach angesiedelt haben. Besonders lautstark machen sich Teichfrösche, Seefrösche, aber auch heimische Moorfrösche bemerkbar. Fast tropisch erscheint einem der Gesang, mit dem die Moorfrosch-Männchen versuchen ihre weiblichen Artgenossinnen zu beeindrucken. Nicht nur mit ihren Lockrufen, auch durch ihre attraktiv leuchtende blaue Hautfärbung versuchen sie aufzufallen. Auch die vielen unterschiedlichsten Vögel stimmen in die Frühlingskonzerte ein, und hauchen der urigen österreichischen Au beinahe Urwaldatmosphäre ein. Neben den bekannteren Urgesteinen wie Drossel, Amsel und Finken kann man ab und an auch Bienenfresser hören. In der Zeit zwischen Mai und Ende August bereiten sich diese farbenfrohen Vögel auf ihren Flug nach Afrika vor und verbringen diese Übergangszeit gerne in Wäldern und Auengebieten, Weingärten oder in steilen Steinhängen, in denen sie auch ihre Nester errichten. Bienenfresser zählen zu den farbenprächtigsten Vogelarten Europas, ihr Gefieder leuchtet beinahe exotisch blau bis grünlich, an anderen Stellen gelb und rot bis bräunlich.
Gleich neben dem Bach findet man inmitten schattiger Baumalleen Spazierwege in alle Richtungen. Wer an sonnigen Tagen lieber mehr Vitamin D tanken möchte geht bei einem der seitlichen Abzweigungen auf Feldwegen weiter. Auch wenn man in der Au das Gefühl hat Meilenweit weg von der Stadt zu sein, so gibt es doch mehrere Ein-und Ausgänge in die Au sowie von der Au zurück ins Stadtgebiet. Ein Ausflug lohnt sich also so gut wie immer, egal ob man einmal wenig oder mehr Zeit für ein bisschen durchatmen in der Natur hat. 

Infos zum Thema:

<a target="_blank" rel="nofollow" href="http://www.stockerau.at/Naturschutzgebiet_Stockerau">Mehr Infos über die Au in Stockerau</a>


<a target="_blank" rel="nofollow" href="https://www.jakobsweg-weinviertel.at/">Jakobsweg Weinviertel...führt auch durch die Stockerauer Au</a>

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