Freizeitjournal Weinviertel 2023
Gänserndorf: Barocke Pracht und Juwelen der Natur
- Entspannen im Bezirk Gänserndorf.
- Foto: Foto: Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H. / Severin Wurnig
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Ein Familienausflug, ein Tagesausflug oder gleich ein ganzer Urlaub – im Bezirk Gänserndorf ist alles möglich.
WEINVIERTEL | GÄNSERNDORF. Wer Abwechslung sucht, ist hier genau richtig! Ob Lustwandeln in prunkvollen Schlossanlagen, Abenteuer erleben im Erlebnispark oder Natur pur an Donau, March und Thaya – hier hat man nicht nur die Qual der Wahl, sondern auch Möglichkeiten in Hülle und Fülle. Nicht zu vergessen die kulinarischen Köstlichkeiten, denn kaum ein anderes Gebiet Österreichs kann mit einer deratig reichhaltigen Genussvielfalt aufwarten, wie das östlich von Wien gelegene Marchfeld.
Schlösserreich
Schon Prinz Eugen, Kaiserin Maria Theresia und Joseph II schätzen die Schönheit und das milde Klima des Marchfelds. Nicht nur ihnen ist es zu verdanken, dass wir uns heute an zahlreichen Schlössern, eines prunkvoller und geschichtsträchtiger als das andere, erfreuen können. Wer also auf „adeligen“ Spuren wandeln will, der kommt um einen Besuch von Schloss Hof, Schloss Niederweiden, Schloss Eckartsau, Schloss Marchegg oder Schloss Orth nicht herum.
Stadt entdecken
Gänserndorf hat sich im Laufe der Zeit zum Bildungs- und Kulturzentrum entwickelt. Dazu ist die Stadt idealer Ausgangspunkt für Ausflüge im Ort oder ins Umland. Wer nach Erholung und Action gleichermaßen sucht, der ist im Erlebnispark Gänserndorf genau richtig. Dort warten Abenteuerspielplatz, Kletterparcour, Bogensafari, Streichelzoo und vieles mehr auf große und kleine Abenteurer.Als „Stadt der Säulen“ wird Gänserndorf auch gerne genannt. Im gesamten Stadtgebiet gibt es Säulen-Standorte, die paarweise auch Tore bilden – etwa das Schönkirchner Tor, die Safaripark Säulen oder der Säulenwald bei der Volksschule. Sehenswert ist zudem das Piefkedenkmal, eine Klang-Skulptur vor der Stadtbücherei. Dazu lohnte es sich, dem jüdischen Friedhof einen Besuch abzustatten.
Europaschutzgebiet
Sie ist das älteste Naturschutzgebiet Österreichs, die „Weikendorfer Remise“. Gegründet 1927, befindet sie sich im Marchfeld, südlich der Stadt Gänserndorf. Heute ist sie Europaschutzgebiet und für ihre einzigartigen „Binnendünen“ bekannt.Bis zur ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts war das Marchfeld übrigens eine unfruchtbare Landschaft. Erst Maria Theresia ließ Windschutzgürtel anlegen, die das Gebiet urbar machten.
Naturschauspiel
Der Nationalpark Donau-Auen ist über 9.600 m2 groß und die letzte große Flussauenlandschaft Mitteleuropas. Die hier noch frei fließende Donau ist auf 36 km Fließstrecke die Lebensader des Nationalparks. Ihr dynamisches Wechselspiel mit Pegelschwankungen von bis zu sieben Metern gestaltet die auen immer wieder neu. So schafft der Donaustrom Lebensräume für eine Vielzahl an Tieren und Pflanzen.Wer den Nationalpark erkunden will, hat ein weitläufiges Wegenetz zur Verfügung. Die unterschiedlich langen Routen sind markiert, ein umfangreiches Leitsystem dient der Orientierung und gibt zusätzlich Information.
Freiheit auf zwei Rädern
Was würde sich wohl besser als Ausgangspunkt für eine Radtour eignen, als die „Fahrradbrücke der Freiheit“. Sie führt über die March und verbindet die Niederösterreichische Gemeinde Engelhartstetten mit Devinska Nová Ves, einem Stadtteil von Bratislava.1771 wurde hier eine Brücke erbaut, die bis 1880 als Flussübergang diente. Heute verbindet die „Fahrradbrücke der Freiheit“ den Iron Curtain Trail (Eiserner Vorhang-Radweg), den Kamp-Thaya-March-Radweg und den Marchfeldkanalradweg mit dem Donauradweg.
- Foto: Weinviertel Tourismus / Gollner
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Die Stadt erradeln
Beginnend in der Stadt Gänserndorf führt der OMV-Erlebnisradweg über mehrere Stationen in Schönkirchen-Reyersdorf nach Bockfließ und Auersthal. Durch die Weinberge bei Raggendorf und Matzen kommt man über den Karpatenblick und den Erdöl- und Erdgaslehrpfad in Prottes zurück nach Gänserndorf.
Es „knofelt“
Wenn ein weiß-grüner Teppich den Boden des Nationalparks Donau-Auen überzieht, rückt der Bärlauch ins Rampenlicht. Vor allem Orth huldigt im April den aromatisch duftenden Blättern mit Veranstaltungen.Tipp: Bärlauch erfreut sich als schmackhaftes Küchenkraut wachsender Popularität. Er wird für Aufstriche, in Suppen und Soßen oder im Salat verwendet. und weil er so beliebt ist, zieht es auch immer mehr Menschen in den Wald, um das herzhafte Lauchgewächs selbst zu sammeln. Aber Vorsicht: nicht mit Maiglöckchen verwechseln!
Marchegger Au: Wo Natur noch Natur ist
Die Stadtgemeinde Marchegg im Bezirk Gänserndorf wird auch als die Storchenstadt im Marchfeld bezeichnet. Mit rund 40 Weißstorch-Paaren beheimatet das Auenreservat die größte baumbrütende Storchenkolonie in Europa. Die vielfältige Pflanzen- und Tierwelt macht die Marchegger Au zu einem besonderen Ausflugserlebnis für die ganze Familie.
- Marchegger Au: wo die Natur zu Hause ist.
- Foto: Wachau Inside
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Abenteuer Wandern
Für eine Erkundungstour durch das einzigartige Naturjuwel stehen drei verschiedene Rundwanderwege zur Verfügung: der Storchenweg mit circa zwei Kilometern, der Unkenweg mit circa vier Kilometern und der Biberweg misst eine Gesamtlänge von circa sieben Kilometern. Gut markiert verlaufen die Wanderwege durch das Naturreservat und wer Augen und Ohren offenhält, kann hier sehr viel entdecken. Vom Frühjahr bis Ende August beobachtet man Weißstörche, die in den alten Eichenbäumen ihre Jungen großziehen.Aber nicht nur Familie Adebar fühlt sich in der Marchegger Au wohl – die Auenlandschaft beherbergt unter anderem Biber, Adler, Konik-Pferde, Vögel und verschiedene Insektenarten. Es ist wahrlich ein Paradies für Tiere und Pflanzen und für uns Menschen ein besonderes Feckchen Erde, um die Natur hautnah zu erleben. Mehr Infos gibt es auf www.marchegg.at!
- Foto: pixabay
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Wandern mit Lamas: Unterwegs mit tierischen Freunden
Wer auf der Suche nach einer ganz besonderen Freizeitbeschäftigung ist, der sollte im Erlebnispark Gänserndorf vorbeischauen. Dort kann man sich nämlich auf eine Wanderung mit tierischen Gefährten machen. Beim Lamatrekking können Kinder, Jugendliche und Erwachsene die lustigen und sehr gemütlichen, aber zugleich überaus neugierigen Fellknäuel auf einzigartige Weise kennenlernen. Zuerst gibt es eine Einschulung mit viel Wissenswertem im Lamagehege und dann kann es auch schon losgehen. Und wer einmal in diese kugelrunden Augen geblickt hat, lässt allen Stress hinter sich.
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