Erasmus+-Projekt
Korneuburg vernetzt Frauenbetriebe aus Siebenbürgen mit NÖ
- Das Projekt bringt Frauenbetriebe aus Siebenbürgen mit Initiativen, Unternehmen und Märkten in Niederösterreich zusammen.
- Foto: EmpowerHER Rural Business / VIE HUB
- hochgeladen von Bianca Werilly
Von Kunsthandwerk über Naturprodukte bis hin zu Tourismusangeboten: Frauen aus dem ländlichen Siebenbürgen knüpfen durch ein Erasmus+-Projekt neue Kontakte in Niederösterreich. Hinter der Initiative steht ein Netzwerk, das nicht nur Unternehmen sichtbar machen, sondern auch nachhaltige Verbindungen zwischen Regionen und Menschen schaffen will.
KORNEUBURG. Wenn traditionelle Handwerkskunst aus Siebenbürgen auf niederösterreichische Netzwerke trifft, entstehen mehr als nur neue Geschäftskontakte. Es entstehen Begegnungen, Ideen und Verbindungen, die zeigen, wie europäische Zusammenarbeit im Alltag gelebt werden kann.Genau das stand Anfang Juni im Mittelpunkt eines Besuchs von Unternehmerinnen aus dem ländlichen Siebenbürgen in Niederösterreich und Wien. Im Rahmen des Erasmus+-Projekts „EmpowerHER Rural Business – Sustainable and Mindful Business Growth for Women in Rural Areas“ präsentierten die Teilnehmerinnen ihre Produkte, Dienstleistungen und persönlichen Geschichten. Mit dabei waren auch traditionelle Trachten ihrer Großmütter – ein Symbol für die enge Verbindung zwischen kulturellem Erbe und unternehmerischer Zukunft.
Sichtbarkeit schaffen
Eine zentrale Rolle im Projekt spielt Nicoleta Maria Pfeffer-Barbela. Die Projektkoordinatorin des rumänischen Partners Highlife Horizon SRL lebt teilweise in Bisamberg und teilweise in Siebenbürgen. Gemeinsam mit der Hagenbrunner Unternehmerin und Wirtschaftstrainerin Petra Christine Bernklau begleitet sie die österreichisch-rumänische Zusammenarbeit.Ziel des Projekts ist es, Frauen mit kleinen Unternehmen, Ideen und Dienstleistungen aus Siebenbürgen mit Menschen, Initiativen und Märkten in Niederösterreich und Wien zu vernetzen. Dabei sollen Sichtbarkeit geschaffen, Erfahrungen ausgetauscht und langfristige Kooperationen ermöglicht werden.
Ein ländlicher Coworking-Space
Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist der VIE HUB – Village Community Space im Dorf Ampoița im rumänischen Kreis Alba. Der von Nicoleta Maria Pfeffer-Barbela gegründete Begegnungs- und Entwicklungsraum wurde im Rahmen des Erasmus+-Projekts weiter ausgebaut.Der VIE HUB versteht sich als ländlicher Coworking-Space, Treffpunkt und Entwicklungszentrum für Frauen, kleine Unternehmen und regionale Initiativen. Dabei geht es nicht ausschließlich um wirtschaftliche Themen.
Business und Wohlbefinden verbinden
Im Mittelpunkt stehen auch persönliche Entwicklung, Austausch und gegenseitige Unterstützung. So werden neben klassischen Vernetzungsangeboten auch Formate wie Mindfulness-Programme oder Lachyoga angeboten.
Gemeinsam mit Petra Christine Bernklau werden Frauen dabei unterstützt, neue Perspektiven zu entwickeln, Kraft für ihren unternehmerischen Alltag zu schöpfen und ihre Ideen weiterzuentwickeln. Gerade für Unternehmerinnen in ländlichen Regionen soll der VIE HUB ein Ort sein, an dem Begegnung, Inspiration und Zusammenarbeit möglich werden.
Brücke zwischen Österreich und Rumänien
Ein wesentlicher Schwerpunkt des Projekts liegt darauf, die Geschichten der Unternehmerinnen sichtbar zu machen. Die Teilnehmerinnen werden dabei unterstützt, ihre Produkte, Dienstleistungen und persönlichen Wege professionell aufzubereiten und auch digital zu präsentieren.Entstanden sind dabei zweisprachige Kataloge in deutscher und rumänischer Sprache. Sie stellen ein breites Netzwerk von Frauenunternehmerinnen aus Siebenbürgen vor – darunter Anbieterinnen aus den Bereichen Kunst, Handwerk, Naturprodukte, Tourismus, Bildung, Gesundheit, Kreativwirtschaft, Design, regionale Lebensmittel und soziale Initiativen. Die Kataloge sollen künftig als Brücke zwischen Österreich und Rumänien dienen und neue Kooperationen ermöglichen.
Weitere Aktivitäten geplant
Die im Rahmen des Projekts entstandenen Kontakte sollen künftig weiter ausgebaut werden. Geplant sind weitere Auftritte im Bezirk Korneuburg sowie an anderen Standorten in Niederösterreich. Unterstützung erhielt die Initiative auch von der Rumänischen Botschaft in Wien, die dazu beitrug, den Unternehmerinnen mehr Sichtbarkeit und neue Vernetzungsmöglichkeiten zu eröffnen.Das Erasmus+-Projekt „EmpowerHER Rural Business“ zeigt damit, wie europäische Zusammenarbeit auf regionaler Ebene funktionieren kann: durch persönliche Begegnungen, gegenseitige Unterstützung und die Förderung von Frauen, die in ihren Heimatregionen bereits heute wichtige Impulse für Wirtschaft und Gesellschaft setzen.
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