Trinkwasser in Korneuburg
Damit das Wasser stets rinnt

Ausg’steckt is’: Wassermeister Robert Manhart zeigt, wo die neue Wasser-Transportleitung verlaufen wird.
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Damit die Wasserversorgung in Korneuburg fit für die Zukunft wird, wird jetzt groß investiert.

BEZIRK | STADT KORNEUBURG. "Unser Wasser ist nicht schlecht, es hat nur sehr viel Kalk", ist es Stadtrat Thomas Pfaffl wichtig, festzuhalten. Denn wann und warum auch immer es um das Korneuburger Trinkwasser geht, sind viele schnell mit einem "das taugt ja nichts" zur Stelle. Und damit die Wasserversorgung fit für die kommenden Jahrzehnte ist, wird von der Stadtgemeinde nun Geld in die Hand genommen. Schließlich sorgen die fünf Brunnen nicht nur für Trinkwasser in der Bezirkshauptstadt. Insgesamt werden rund 20.000 Einwohner in Korneuburg, Leobendorf, Ober- und Unterrohrbach mit dem Korneuburger Wasser versorgt.

Eine neue Leitung

In einem ersten Schritt wird nun eine neue, etwa 2,7 km lange Transportleitung vom Augebiet zum Hochbehälter in Leobendorf gelegt. Mit über einer Million Euro schlägt dies zu Buche. Doch warum ist das eigentlich notwendig? "Der Hochbehälter wird dann nicht nur den Wasserüberschuss speichern, sondern quasi als Durchlaufbehälter fungieren, der von allen fünf Brunnen gespeist wird", erzählt Stadtrat Thomas Pfaffl. So will man, wie auch Wassermeister Robert Manhart erklärt, teils massive Druckschwankungen, die oft für Rohrbrüche verantwortlich sind, in den Griff bekommen. Das schone à la longue die Leitungsinfrastruktur und trägt maßgeblich zur Versorgungssicherheit bei.

Mehr Speichervolumen

Neben der neuen Transportleitung soll in einem zweiten Schritt dann auch ein zusätzlicher Hochbehälter errichtet werden. Das Fassungsvermögen soll von derzeit 2.000 m³ auf rund 5.000 m³ steigen. Denn die "alten" 2.000 m³ basieren auf einem Stand von 1960, damals ausgerechnet auf 8.000 Einwohner. Allein der heutige Tagesbedarf liegt bei rund 4.000 m³, während der Sommerspitzen sogar bei rund 6.000 m³. "Wir wollen so vorsorgen, dass im Falle eines Gebrechens oder bei Hochwasser, bei dem dann nur noch ein Brunnen in Betrieb bleiben kann, der Wasserbedarf von etwa eineinhalb Tagen abgedeckt ist", so Pfaffl.
Und noch einen Vorteil erhofft man sich: Momentan wird die Gegend von Leobendorf von jenem Brunnen versorgt, der ein relativ hartes Wasser beinhaltet, während das Wasser aus der Korneuburger Au weicher ist. Durch das neue "Durchlauf-System" wird das Wasser gemischt und erst dann ins Netz abgegeben. So sollen die unterschiedlichen Härtegrade dann Geschichte sein und jeder Haushalt im Versorgungsgebiet die selbe, gute Qualität bekommen.

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