Korneuburgs Bürgermeister ist zurück
Die Batterien sind wieder voll

Christian Gepp und Helene Fuchs-Moser: Noch ein kurzer, gemeinsamer Staffellauf, dann übernimmt wieder der Stadt-Chef.
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Nach monatelangem Krankenstand hat sich Korneuburgs Bürgermeister Christian Gepp wieder erholt.

BEZIRK | STADT KORNEUBURG. Man spürt es, es juckt ihn in den Fingern. Der Tatendrang ist groß, ebenso aufgeladen scheinen die inneren Akkus zu sein. Nach über dreieinhalb Monaten Krankenstand ist Bürgermeister Christian Gepp wieder im Amt. Zuerst will er es jedoch ein wenig langsamer angehen lassen. Dennoch stellt er klar: "Es wird alles wieder so, wie es vorher war."

Schock im Februar

Es war ein kalter Tag im Februar, als die Menschen der Stadt Korneuburg eine ernste Nachricht erreichte. Bürgermeister Christian Gepp war in seinem Büro zusammengebrochen. Schnell stellte sich heraus, eine Durchblutungsstörung im Gehirn war Schuld daran. Die Zeit der Erholung begann. Ein Kuraufenthalt folgte. Später dann noch eine Operation, die schon lange vorher geplant war.

Er ist wieder zurück

Seit 3. Juni ist Bürgermeister Christian Gepp nun wieder offiziell im Amt. "Ich werde mit den Terminen langsam anfangen. Und ich werde auch weiterhin voll und ganz auf meine Vizebürgermeisterin Helene Fuchs-Moser vertrauen, die mich nicht nur hervorragend vertreten hat, sondern momentan in manche Angelegenheiten auch besser eingearbeitet ist, als ich", erklärt Gepp.
Die nächsten Wochen wollen Gepp und Fuchs-Moser gemeinsam arbeiten. Und auch Fuchs-Moser, die während der über dreimonatigen Vertretung auch noch ihrem Brotberuf nachgehen musste, blickt gestärkt in die Zukunft der Stadt: "Dass ein Bürgermeister, der wirklich krank war, immer erreichbar ist und einen nicht hängen lässt, das ist wirklich nicht selbstverständlich."

Es geht weiter

Zurück am Bürgermeister-Schreibtisch ist es Christian Gepp jedoch ein Anliegen, einen Appell an die anderen im Gemeinderat vertretenen Parteien zu richten. "Mir ist klar, dass die Opposition einen eigenen Stil hat und es ist logisch, dass sie sich abgrenzen muss. Ich hoffe aber darauf, dass wir weiter alle gemeinsam für Korneuburg arbeiten können." Denn es waren nicht zuletzt Presseaussendungen bestimmter Fraktionen, die den Stadt-Chef sogar im Krankenstand nicht kalt ließen und erschütterten. "In Korneuburg hat jeder Politiker seinen Aufgabenbereich. Wer seine Arbeit gut macht, hat nichts zu meckern." Sich gegenseitig "anzupatzen", damit dann im Nachhinein erst recht etwas "picken bleibt" – ob gerechtfertigt oder nicht – damit will man nichts zu tun haben. "Und das sehen zum Glück auch die meisten Mitglieder des Gemeinderates, quer über alle Parteien, so", hält Fuchs-Moser fest und fügt hinzu: "Ich finde es menschlich nicht in Ordnung. Konstruktive Zusammenarbeit über alle Parteigrenzen hinweg war immer möglich. Jetzt fehlt bei manchen ein wenig das Vertrauen."

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