14.09.2018, 18:28 Uhr

Nächster Anlauf für Umfahrung Harmannsdorf-Rückersdorf-Tresdorf

Gemeinsam mit Bürgermeister Norbert Hendler, Landtagsabgeordneten Christian Gepp und Vertretern der Gemeinde machte sich Landesrat Ludwig Schleritzko ein Bild von der Situation vor Ort. (Foto: Büro LR Schleritzko)

Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko beim Lokalaugenschein in Harmannsdorf: "Grundeinlösungen für die Umfahrung starten".

BEZIRK KORNEUBURG | HARMANNSDORF. Fünf Jahre ist es nun her, dass der damalige Landeshauptmann Erwin Pröll nach Harmannsdorf kam, um feierlich den Spatenstich für die Ortsumfahrung vorzunehmen. Befahren werden kann sie jedoch immer noch nicht. Warum? Weil bis heute kein Zentimeter der von vielen so sehnlich erwarteten Umfahrung gebaut wurde.
Nach wie vor bereitet es große Probleme, die notwendigen Grundstücke für den Straßenbau, die zum Teil in privater Hand sind und bewohnt werden, zu erwerben. Dies will Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko nun ändern und die Grundeinlösungen – erneut – starten.

9.000 Fahrzeuge fahren täglich durch Harmannsdorf

Im Rahmen eines Lokalaugenscheines an der Landesstraße B6 machte sich Schleritzko gemeinsam mit Vertretern der Region, der Gemeinde und betroffenen Anrainern ein Bild von der derzeitigen Verkehrssituation in Harmannsdorf. Rund 9.000 Fahrzeuge fahren derzeit täglich durch den Ort, davon rund 550 Lkw.
Seit mittlerweile 13 Jahren wird über die Errichtung und Notwendigkeit der Ortsumfahrung diskutiert. In erforderlichen Verfahren haben jedoch auch Gegner immer wieder für Verzögerungen gesorgt. Denn Anrainer anderer Gemeinden befürchten durch die "Verkehrsverlagerung" eine höhere Belastung im eigenen Umfeld.
Für die Bewohner von Harmannsdorf und Tresdorf könnte die Umfahrung jedoch massive Verbesserungen bringen. Laut dem Büro Schleritzko könnten die Entlastungen in Harmannsdorf-Nord bis zu 90 Prozent, in Harmannsdorf-Süd bis zu 60 Prozent und in Tresdorf bis zu 40 Prozent betragen.

Startzeichen für Grundeinlösungen – Baustart Ende 2020

Um die Umfahrung realisieren zu können, wird nun erneut mit den Eigentümern der benötigten Gründe verhandelt. So soll es in der ersten Oktoberhälte einen Informationstermin für die Betroffenen geben, anschließend wird der NÖ Straßendienst in konkrete Ablösegespräche eintreten. Als Baubeginn für die rund 24 Millionen Euro teure Umfahrungsstraße steht derzeit das Jahr 2020 im Raum.
"Die betroffenen Bürgerinnen und Bürger leiden seit Jahrzehnten unter dem steigenden Durchzugsverkehr, daher setzten wir mit dem Start der Grundeinlösungen den nächsten Schritt für eine baldige Entlastung", so Landesrat Schleritzko.
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