19.06.2017, 12:15 Uhr

AMF Autocross Meisterschaftslauf in Prerov

Vaclav Kindl, Racer Buggies bis 250ccm
Am 17. und 18. Juni fand auf der, auch schon in der Europameisterschaft bewährten, Autocrossstrecke im tschechischen Prerov der nächste Lauf zur Staatsmeisterschaft der AMF (Austrian Motorsport Federation) statt. … zum Glück im Rahmen der tschechischen Meisterschaft, da sich lediglich 3 österreichische Starter auf den Prerovska Rokle „verirrten“.

Dies waren bei den Tourenwagen bis 1600ccm die beiden für den Znaimer Verein KRTZ startenden Oberösterreicher Dominik Senegacnik und Stefan Wolfsgruber. Nach einem für beide durchwachsenen Wochenende reichte es für Wolfsgruber nur zu Rang 12, während sich Senegacnik – nach Disqualifikation eines tschechischen Konkurrenten – zumindest noch für das Finale qualifizieren und hier den 7 Platz erringen konnte. An der Spitze waren die Tschechen unter sich und am Ende konnte sich Tomas Janos auf seinem VW Lupo, nach harten Kampf, vor einer Armada an Skoda-Startern durchsetzen.

Bei den Buggies bis 1600ccm hielt der Waldviertler Thomas Haily die österreichischen Fahnen hoch. Allerdings erwischte er ein rabenschwarzes Wochenende! Im ersten Vorlauf schlug er mit seinem Suzuki getriebenen Allradbuggy in der Bande ein und verwandelte diesen – laut eigener Aussage – zu Schrott. Auch er selbst kam nicht ganz ungeschoren davon und musste zur Untersuchung seines beim Unfall lädierten Beines zu einer Kurzvisite ins Krankenhaus. Schlimmeres blieb ihm aber laut einem Teammitglied erspart, lediglich ein riesiger Bluterguss wird ihn in nächster Zeit an den Vorfall erinnern. Sportlich matchten sich die tschechischen Jungspunde Milan Vanek, der im Zeittraining ebenfalls einen wilden Überschlag über sich ergehen lassen musste, sowie Petr Nikodem mit Routinier Jiri Svoboda, der im Finale sein Buggy allerdings vorzeitig abstellen musste. In einem engen Endlauf konnte sich schließlich Vanek vor Nikodem und Pavel Tulach durchsetzen.

Für den Schreckensmoment des Wochenendes sorgte der Tscheche Libor Paul. Bei einem 4-fachen Überschlag mit seinem Superbuggy blieb den Zusehern das Herz stehen; Paul konnte das Fahrzeug allerdings aus eigener Kraft verlassen und soll den Vorfall ziemlich unbeschadet überstanden haben. Im sportlichen Bereich kämpften die erfahrenen tschechischen Europameisterschafts Fahrer um die Plätze am Podium. Am Ende konnte sich Jakub Kubicek, doch relativ deutlich, vor Vladislav Stetina und Radek Jordak durchsetzen. Für die Autocrossikone Jaroslav Hosek blieb im Finale, nach einem Reifenschaden, nur der letzte Platz.

In der Klasse der allradgetriebenen Tourenwagen war vom Beginn weg klar dass es hier auf einen finalen Showdown zwischen den beiden Skoda Fabia Piloten Martin Samohyl und Ales Fucik hinauslaufen wird. Die Beiden dominierten ihre jeweiligen Vorläufe, ohne sich dabei zu begegnen. Im Finale erwischte Samohyl den besseren Start, wurde allerdings von Fucik stark in Bedrängnis gebracht. Aus Runde 2 kam Samohyl dann alleine zurück, Fucik fand sich nur mehr am Ende des Feldes, konnte sich aber doch noch bis auf Rang 6 verbessern. Ungefährdeter Sieger Samohyl vor Pavel Svoboda und Dusan Horcicka.

Ein klares Bild brachte die Klasse der Junior Buggies. Martin Kedlecik dominierte von Beginn an und konnte schlussendlich den Sieg vor Jakub Novotny und Samuel Petak einfahren.

Bei der Horde der Kartcrosser, schon traditionell das größte Starterfeld, dominierten wie schon gewohnt Jan Kunes und Petr Dolezal. Im Endlauf konnte sich dann Kunes doch überraschend klar durchsetzen. Rang 3 ging an Slavomir Duchacek, Auch in dieser Klasse gab es einen schweren Überschlag durch Jungspund Lukas Svoboda, der sogar durch die Ambulanz abtransportiert werden musste. Das war dann aber doch nicht so schlimm wie es ausgesehen hatte, denn bereits im nächsten Lauf – dem Semifinale – konnte er wieder an den Start gehen.

Natürlich waren auch die Nachwuchs Rennfahrer auf ihren Racer Buggies wieder am Start. Aufgeteilt auf 3 Klassen, in denen vor allem die Buggies bis 250ccm bereits ordentlich Dampf machen, gaben sie alles um am Ende einen Podiumsplatz zu erreichen.

Bei den Jüngsten, auf Honda Automatic Buggies mit 160ccm, sicherte sich Jan Matejka im Zweikampf mit Petr Bilek durch. Schon mit Respektabstand folgte Vaclav Suda auf Rang 3. Nur der letzte Platz blieb beim Renndebüt für Ladislav Hanak, Sohn des mehrmaligen Autocross Europameisters und Konstrukteur der Alfa Racing Buggies – dafür sorgte er aber mit spektakulären Einlagen für 2 Rennabbrüche.

Schon etwas mehr Dampf unter der Haube haben die 125ccm Buggies mit Schaltgetriebe. 11 Starter warfen sich hier in den Kampf und am Ende konnte sich eines der vielen Mädels die in dieser Klasse am Start waren den Sieg sichern. Barbora Cepkova dominierte klar vor Stanislav Brousek und Monta Henilane.

Wie rasant es bereits in der Klasse bis 250ccm zugeht zeigt ein Vergleich der schnellsten Trainingszeiten: Vaclav Kindl 45,821 Sekunden, Martin Samohyl (TouringAutocross) 39,216 und Jan Smrz, bei den Superbuggies 38,038! … und das alles gefahren von Kindern um die 10 Jahre! Im Finale konnte sich Vaclav Kindl gegen Daniel Pytloun durchsetzen. Rang 3 belegte Dominik Starosta.
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