Das Geld liegt auf der Straße

In der vergangenen Kremser Gemeinderatssitzung wurde die Einführung von gebührenpflichtigen Dauerparkzonen in weiten Teilen von Krems sowie die Anpassung der Tarife einiger Parkdecks beschlossen.
KREMS (don). Die Gesetzesänderung (NÖ Kraftfahrzeugabstellabgabegesetz) tritt mit 1. März 2011 in Kraft. Zu diesem Zeitpunkt werden die sogenannten „Grünen Zonen“ im Stadtgebiet von Krems eingeführt.

Parkdecks nicht ausgelastet
„Dies ist als Lenkungsmaßnahme für den Verkehr gedacht und entspricht dem langgehegten Wunsch der AnrainerInnen“, erklärt VP-STR Karl-Heinz Hagmann.
Mit dem zunehmenden Verkehr wurde die Parkplatzsuche in den vergangenen Jahren prekärer. Die PolitikerInnen hofften, Abhilfe durch die neuen Parkdecks im Campus West und in der Steiner Landstraße sowie das im nächsten Februar in Betrieb gehende Parkhaus in der Bahnzeile zu schaffen.
Trotzdem sind die angrenzenden Straßenzüge außerhalb der Altstadt tagsüber zugeparkt. Die neue „Grüne Zone“ wird sich westlich und südlich der Altstadt (siehe zur Sache-Kasterl) ziehen. In diesem Bereich werden gebührenpflichtige Dauerparkzonen eingeführt. Das heißt, dass in den „Grünen Zonen“ eine längere Parkdauer als für drei Stunden möglich sein wird.
„Mit dieser neuen Zone wollen wir einen Lenkungseffekt zur Benutzung unserer Parkdecks und natürlich auch privater Flächen bewirken“, sagt SPÖ-Verkehrsstadtrat Josef Bauer. Parkplätze auf öffentlichen Flächen sollen dann verstärkt den Bewohnern zur Verfügung stehen, die gegen Gebühr eine Bewohnerparkkarte erwerben können.

Anpassung der Parkdeck-Tarife
In den Parkhäusern Kasernstraße und Ringstraße stehen 230 Parkplätze zur Verfügung, mit dem Parkdeck beim Schulzentrum kommen weitere 300 Stellflächen dazu. Im Hinblick auf die Grünen Zonen werden mit Beginn des kommenden Jahres auch diese Tarife angeglichen. Stunden- bzw. tageweises Parken kostet gleich viel wie in den gebührenpflichtigen Dauerparkzonen, nämlich 2 Euro für vier Stunden und 4 Euro für 12 Stunden. Ein Dauerparkplatz kostet im Jahr 480 Euro, ein fixer Stellplatz 600 Euro. Für Motorräder zahlt man pro Jahr 200 Euro.

FPÖ und KLS dagegen
KLS GR Wolfgang Mahrer stellte den Zusatzantrag, dass ArbeitnehmerInnen, die zu ihrem Arbeitsplatz anreisen müssen, von dieser Regelung ausgenommen werden. Er stellt die Frage, wie sich eine Verkäuferin mit 1000 € Gehalt zusätzlich noch ein Parkdeck leisten soll. Der Antrag kam zur Abstimmung, wurde aber mit der Mehrheit von ÖVP und SPÖ abgelehnt. Die SPÖ Stadträte Josef Bauer, Wolfgang Chaloupek und GRÜNEN GR Markus Gonaus sehen die Einführung der „Grünen Zonen“ als Lenkungsmaßnahme und notwendig.
FPÖ GR Walter Rosenkranz sieht den Grund der Einführung in der Sanierung des Stadtbudgets und meinte, deshalb seien auch gleich zwei Jahresgebühren bei den Parkdecks auf einmal zu begleichen.

System des Handyparkens
Der Antrag wurde mit den Stimmen der SPÖ und der ÖVP beschlossen.
Ebenso mehrheitlich stimmten sie für die Einführung eines neuen Systems des Handyparkens, das von VP-STR Heinz Stummer gefordert wurde. Einstimmig beschlossen wurde die Neuausschreibung für die Überwachung des innerstädtischen Verkehrs.
Grüne Zone
Die Grüne Zone umfasst das Gebiet westlich und südlich der Altstadt zwischen Alauntalstraße, Dorrekstraße, Yachthafenstraße, Kerschaumerstraße, Ringstraße, Strandbadstraße, Bahnhof und Wiener Brücke.
Als Gebühr werden 0,50 Cent für eine Stunde und maximal 4 Euro für den ganzen Tag festgelegt. Die Bewohnerparkkarte beträgt für zwei Jahre 160 Euro.
Die Gebührenpflicht gilt: Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr, Samstag von 8 bis 12 Uhr. Parkscheine gibt es an den rund 30 neuen Parkscheinautomaten innerhalb dieser Zone und in Trafiken, im Rathaus Krems sowie in verschiedenen Geschäften.

Wann: 02.11.2010 ganztags Wo: Stein, Krems an der Donau auf Karte anzeigen

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