WÖRGL: 10. Österreichische Radgipfel sowie das eldoRADo werfen ihre Schatten voraus

Michael Bürger (Klimabündnis Tirol),  LH-Stv. Ingrid Felipe, Bgmin. Hedi Wechner, GF Reinhard Jennewein (Stadtwerke Wörgl).
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  • Michael Bürger (Klimabündnis Tirol), LH-Stv. Ingrid Felipe, Bgmin. Hedi Wechner, GF Reinhard Jennewein (Stadtwerke Wörgl).
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(wma) Zu einer Pressekonferenz zum Thema Österreichischer Radgipfel und Wörgler eldoRADo Bikerfestival das sich am Radgipfel anschließt, wurde in den Seminarsaal der Berger Logistik geladen. Hierbei ging es hauptsächlich um Informationen im Vorfeld bezüglich der beiden Veranstaltungen. Für Fragen standen LH-Stv. Ingrid Felipe, Bgmin. Hedi Wechner, vom Klimabündnis Tirol Michael Bürger sowie der GF d. Stadtwerke Wörgl Reinhard Jennewein Rede und Antwort. Dreht sich doch im Mai in der Energiemetropolestadt Wörgl nahezu alles ums Rad, egal ob mit oder ohne elektrische Unterstützung. Wird doch zum 10. Mal der Österreichische Radgipfel abgehalten, nach Klagenfurt und Eisenstag wurde letztes Jahr dafür Wörgl auserkoren. Hierbei handelt es sich um eine Fachtagung über zwei Tage wobei die Stadtwerke Wörgl, gemeinsam mit dem Klimabündnis Tirol und dem Bundesministerium f. Land- u. Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft als Veranstalter zeichnen. Dabei werden in verschiedenen Modulen eine Reihe von internationale Experten zusammen kommen um über neue Perspektiven der Verkehrspolitik sowie der Verkehrsplanung, die der Steigerung des Radverkehrs zugute kommen, diskutieren und neue Ansätze erarbeiten. So werden verschiedene Themen behandelt wie: Die Zukunft des Fahrrads beginnt - jetzt? oder Bicycle planning in Copenhagen, genau so steht ein Polittalk mit hochrangigen PolitikerInnen wie BM Andrä Rupprechter, LH-Stv. Ingrid Felipe, LR Florian Mussner d. autonomen Provinz Bozen und dem Präsident d. Tiroler Gemeindeverbandes Ernst Schöpf auf dem Programm.

Als Energiemetropole nimmt Wörgl Vorreiterrolle ein. Dynamik, Wachstum, und Tatendrang zeichnen das Denken der Stadt, die seit vielen Jahren Akzente im Klima- und Umweltschutz setzt und neuen Entwicklungen offen gegenüber steht. Besonders dem Thema „Rad“ wird viel Aufmerksamkeit geschenkt. Denn Radfahren ist heute weit mehr als „nur“ ein Sport. RadfahrerInnen sind Umwelt- und Klimaschützer, leben gesünder und kurbeln die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt an. Mehr Radverkehr in Wörgl bedeutet weniger Verbrauch fossiler Energie im Straßenverkehr und damit weniger Umweltbelastung, weniger Lärmbelästigung, mehr Gesundheit und mehr Lebensqualität! Der Ausbau einer hochwertigen Radverkehrsinfrastruktur soll dazu animieren,das Auto stehen zu lassen und die Radlust (statt Parkplatzfrust) beleben. Letztendlich kommt es jedoch auf die Rad fahrenden BürgerInnen an. Um Wörgl zu einem alternativen Verkehrsknotenpunkt in Tirol zu machen, ist der trittkräftige Einsatz aller Wörglerinnen und Wörgler gefragt.

Als zweite Großveranstaltung wird auch heuer wieder das eldoRADo Bikefestival am 20. und 21. Mai über die Bühne gehen wobei es für begeisterte Radfahrer und Radfahrerinnen und jene die es noch werden wollen ein außergewöhnliches Programm mit zahlreichen Highlights rund um das Rad gibt. Die ideale Gelegenheit zum Umdenken bzw. Umsatteln bietet diese Veranstaltung. Am Samstag und Sonntag gibt es auf dem Gelände des Wertstoffhofes sogar eine Fahrradmesse, umfangreiche Testmöglichkeiten stehen ebenfalls zur Verfügung. Kurz gesagt handelt es sich um eine Kinder- und Familienfest. Auch wird es ein Fahrrad - Repair - Cafe geben, einen Pumptruck sowie viele weitere spektakuläre Side Events. Am Sonntag kommt es dann zu einem Programmhöhepunkt mit dem Mountainbike Marathon der ein Teil der Ritchey Challange, ist die mit über 10.000 TeilnehmerInnen zu den beliebtesten Mountainbike-Rennserien im deutschsprachigen Raum zählt.

Auf die Frage warum eigentlich Tirol und da Wörgl für den heurigen Radgipfel ausgesucht wurde meinte LH-Stvin. Ingrid Felipe dass dies bereits am Ende des letzten Radgipfels in Eisenstadt festgestanden sei. Tirol ist ein erfolgreiches Radfahrerland und das Land nimmt auch viel Geld in die Hand um den RadfahrerInnen eine dementsprechende Infrastruktur zu bieten. Es war sehr nahe liegend dass wir die Veranstaltung an Wörgl übertragen, einerseits ist Wörgl als Energiemetropole ein Vorzeigemodell andererseits gibt es bereits seit Jahren das eldoRADo das Wörgl bekannt gemacht hat in Hinsicht auf eine radfahrfreundliche Gemeinde. Tirol ist auf Grund der Topografie nicht das klassische Radlerland, faktisch immer ein Auf und Ab, allerdings seit die E-Mobilität auch auf das Rad übergegriffen hat gibt es hier eine Änderung. Der Weg ist aber noch weit dass wir ein klassisches Radland werden, so Felipe.

Michael Bürger vom Klimabündnis Tirol meinte, dass wir uns Inputs von Copenhagen einholen, ist doch die dänische Hauptstadt gleich nach Amsterdam als die Radfahrerstadt Europas zu finden. Hier müssen wir uns Inputs in Sachen Radwegenetz, Infrastruktur aber auch in Sachen Winterdienst an den Radwegen einholen. Der Radgipfel ist eine tolle Plattform um Informationen und Inputs auszutauschen. Erfahrungswerte weiter zu geben und neue einzuholen.

Die Wörgler Bürgermeisterin Hedi Wechner ist hoch erfreut dass gerade auf Wörgl das Los fiel und wir den 10. Österreichischen Radgipfel ausrichten dürfen. Für Wörgl ist dies eine ganz große Sache wenn man bedenkt was sich aus dem kleinen Wörgler Sattelfest entwickelt hat. In Kürze wird ein neuer Radweg in Richtung Pinnersdorf eröffnet damit auch dieser Weiler gefahrlos mit dem Rad erreichbar ist. Wechner "raste" im Übrigen mit einem E-Roller einem Elektroscooter zur Pressekonferenz an mit dem sie lieben gerne unterwegs ist, so die Bürgermeisterin. Das Rad ist für mich kein Sportgerät sondern ein wichtiges, umweltfreundliches Verkehrsmittel. Was mir auch noch wichtig ist, so Wechner, seit der Entwicklung des E-Bikes können auch ältere Personen oder auch Menschen mit einem Handicap das Rad benutzen. Radfahren macht Vergnügen aber auch für die "Beisser" unter den Radlern haben wir anspruchsvolle Strecken wie auf die Möslalm, auch in die Wildschönau ist eine Route geplant.

Reinhard Jennewein von den Stadtwerken meinte, dass wir als Stadtwerke Wörgl glaubhafte Akzente in Sachen Energie und erneuerbare Energie, die für uns eine große Rolle spielt, setzen. Beim eldoRADo gehören die Wörgler Straßen den Radfahrerinnen und Radfahrern. Wir haben ein großes Programm auch hinsichtlich der E-Bikemobilität an den beiden Veranstaltungen auf die Beine gestellt. eldoRADo ist das Wörgler Bikefestival für alle, so Jennewein. eldoRADo soll einen Gegenpol zum Auto sein und wieder Lust auf das Radfahren machen.

Autor:

Wilhelm Maier aus Kufstein

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