27.10.2017, 10:35 Uhr

Liftkosten selbst berechnen oder Flakturm als Speicher

Vertikales Fahrrad als Lift
Wien: Arenbergpark | Die Frage nach dem idealen Energiespeicher scheint die moderne Version von der Suche nach dem heiligen Gral zu sein. Unternehmer zu Speicher scheinen die Alchemisten der Neuzeit zu sein und werden fast schon wie Propheten behandelt. Wobei mir die Redewendung aus dem Englischen besser gefällt: die Suche nach der silbernen Kugel.

Egal ob Mobilität, Heizung oder beim Stromnetz, wir stehen hier vor der großen Aufgabe die Energiedichte von Diesel und Benzin zu substituieren ohne viel Komfortverlust.

Wie kann ich die Energiekosten von einem Aufzug berechnen? Die vereinfachte Formel lautet Masse mal Erdbeschleunigung mal Höhe: ein 700 kg Lift auf 3 Meter gehoben(g=9.80665 m/s²) braucht nur 0.0057 kWh oder 20593.965 J = Nm = Ws.

Wenn ich den Gefechtsturm im Arenbergpark als mechanischen Speicher nutzen würde, 178.400.000 kg wie einen Aufzug auf und ab bewegen ergibt einen rechnerischen Speicher von 26.728 kWh für jeden Vorgang.

Ein gewichtiges Argument für relativ kleine dezentrale Speicherkraftwerke aber auch Sonnenenergie ist die weltweite Erfahrung, dass große Wasserkraft Projekte immer die geplanten Kosten überschritten haben. Es scheint als ob die Beton und Kraftwerks Lobby bei der Finanzierung flunkert und so sich selbst billig  rechnet und Alternativen wie Batteriespeicher, Photovoltaik und Solarwärme schlecht redet. Aber am besten selbst nachrechnen und online Rechner können da ein Gefühl vermitteln was realistisch sein kann: Liftkosten, Pumpspeicher, Wärmespeicher und Batteriespeicher. Natürlich werden wir in Zukunft wieder mehr im Rhythmus der Jahreszeiten leben.
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