3. & 11. Bezirk
Zwischen Barockgärten, Industrie und Kultur blüht der Frühling
- Die barocken Gärten des Belvedere zählen zu den schönsten Orten für einen Frühlingsspaziergang in der Landstraße.
- Foto: panthermedia/aaron90311
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Zwischen barocken Gärten, moderner Architektur und stillen Orten in der Natur zeigt sich der Frühling im Südosten Wiens von seiner facettenreichen Seite. Vom Spaziergang durch die Gärten des Belvedere bis zur Entdeckungstour am Zentralfriedhof gibt es hier viel zu erleben. Wir haben sechs Ideen für alle gesammelt, die den 3. und 11. Bezirk erkunden möchten.
WIEN/LANDSTRAßE/SIMMERING. Wenn der Frühling Wien erreicht, gehören die barocken Gärten des Belvedere zu den schönsten Orten für einen Spaziergang. Die symmetrisch angelegten Wege, Brunnen und Skulpturen verbinden das Obere und das Untere Belvedere zu einer der eindrucksvollsten Parkanlagen der Stadt.
Gerade an warmen Tagen setzen sich viele Besucher auf die Stufen oder spazieren entlang der gepflegten Blumenbeete. Von hier aus eröffnet sich außerdem ein besonders schöner Blick über die Dächer der Stadt. Auch das Museum selbst ist einen Besuch wert: Im Oberen Belvedere ist unter anderem Gustav Klimts weltberühmtes Gemälde „Der Kuss“ zu sehen. Tickets für das Museum erhält man an der Kassa oder online unter belvedere.at.
Architektur am Hundertwasserhaus erleben
Nur wenige Schritte vom Belvedere entfernt liegt eine echte Frühlings-Oase: der Botanische Garten der Universität Wien. Der Garten beherbergt eine außergewöhnliche Pflanzensammlung. Darunter seltene Arten, exotische Gewächse sowie Vertreter der heimischen Flora. Viele der Pflanzen werden von Wissenschafterinnen und Wissenschaftern erforscht und dienen zugleich der Ausbildung von Studierenden. Gleichzeitig bieten die Baumgruppen und Wiesen einen wichtigen Lebensraum für zahlreiche Wildtiere.
Die Landstraße hat auch architektonisch einiges zu bieten. Besonders beliebt ist das farbenfrohe Hundertwasserhaus, das mit seinen ungeraden Linien, bunten Fassaden und begrünten Dächern zu den ungewöhnlichsten Wohnhäusern der Stadt zählt. Besonders im Frühjahr zeigt das Haus sich von seiner farbenfrohen Seite.
- Zwischen bunten Fassaden und begrünten Terrassen zeigt sich das Hundertwasserhaus auch im Frühling besonders farbenfroh.
- Foto: panthermedia/xbrchx
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Ein Spaziergang durch das Grätzl rund um das Gebäude zeigt, wie kreativ Architektur und Stadtgestaltung sein kann. In den umliegenden Straßen finden sich außerdem viele kleine Cafés und Geschäfte, die sich ideal für eine kurze Pause zwischendurch eignen.
Natur und Geschichte am Zentralfriedhof
Im 11. Bezirk wartet ein Ort, den man nicht unbedingt für einen Spaziergang im Sinn hat, nämlich der Wiener Zentralfriedhof. Mit rund 2,5 Quadratkilometern Fläche und insgesamt 330.000 Grabstellen zählt er zu den größten Friedhofsanlagen Europas und bietet genügend Fläche für einen Ausflug.
Viele Wienerinnen und Wiener nutzen die weitläufigen Wege nicht nur zum Gedenken, sondern auch zum Laufen oder Radfahren. Die Friedhöfe Wien stellen vor Ort sechs E-Bikes zur Verfügung und laden dazu ein, den Friedhof auf zwei Rädern zu erkunden. Die Drahtesel können bei Tor 2. Die Ausleihgebühr für die erste Stunde beträgt 5€, für jede weitere Stunde werden 2,50€ verrechnet. Mehr Infos unter www.friedhoefewien.at
- Am Zentralfriedhof in Simmering haben zahlreiche berühmte Persönlichkeiten ihre letzte Ruhestätte gefunden.
- Foto: panthermedia/Svetlana195
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Besonders bekannt sind die Ehrengräber berühmter Persönlichkeiten wie Falco, Beethoven oder Udo Jürgens. Seit einiger Zeit kann man nach dem ausgedehnten Friedhofsspaziergang außerdem auch am Tor 2 des Zentralfriedhofs in der Konditorei Oberlaa einkehren.
Baggern wie die Profis
Ganz und gar nicht ruhig geht es im Baggerpark in Simmering zu, denn hier steht Action am Programm. Große und kleine Besucherinnen und Besucher können selbst auf unterschiedlich großen Baggern Platz nehmen und einmal ausprobieren, wie es sich anfühlt, Erde mit schwerem Gerät in Bewegung zu versetzen.
Nach einer kurzen Einschulung dürfen Gäste die Maschinen eigenhändig steuern und sich beim Graben, Schaufeln und Rangieren versuchen. Wer Lust auf eine besondere Portion Baustellen-Feeling hat, kann sich nach telefonischer Voranmeldung unter 0664/1827221 sich selbst als Baustellenmeister oder -meisterin versuchen. Mehr Infos unter: www.baggerpark.at
Industrie und Kultur am Gasometer
Wer den Bezirk von einer anderen Seite kennenlernen möchte, kann einen Abstecher zu den Gasometern machen. Die vier ehemaligen Gasbehälter aus dem 19. Jahrhundert wurden Anfang der 2000er-Jahre zu einem modernen Stadtquartier mit Wohnungen, Geschäften und Veranstaltungsorten umgebaut.
- Die historischen Gasometer in Simmering wurden zu einem modernen Stadtquartier mit Wohnungen, Geschäften und Veranstaltungsorten umgebaut.
- Foto: panthermedia/william87
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Heute verbinden sich hier Industriekultur und modernes Stadtleben. Rund um die Gebäude laden Plätze und Cafés dazu ein, den Tag ausklingen zu lassen und bieten einen spannenden Kontrast zu den grünen Oasen des Bezirks.
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