Schloss Schönbrunn öffnet Kapelle für Besucher

Erfolgreiche Zusammenarbeit von Schloss und Kirche: Franz Sattlecker (l.) und Harald Gnilsen
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  • hochgeladen von Anna-Claudia Anderer

HIETZING. Viele Wiener kennen die schöne Barockkirche gar nicht, die sich mitten im Schlossgebäude befindet. Hat man sie bisher nur für Hochzeiten, Taufen und Messen genutzt, soll die Kirche nach den einjährigen Sanierungsarbeiten künftig allen Besuchern offenstehen.

Stark verschmutzt, grau und stumpf. So präsentierte sich die Kapelle, die seit der Monarchie nicht restauriert wurde. „Die Sanierung war eine komplexe Aufgabe“, sagt Franz Sattlecker, Geschäftsführer der Schönbrunner Kultur- und Betriebsgesellschaft (SKB). In mühevoller Arbeit hat man originalgetreu jeden Quadratmeter der Kirche restauriert: alle Decken, Wände, Altäre, Bilder und auch die historischen Holzbänke. „Besonders aufwendig waren die Arbeiten an den drei Altargemälden und an dem berühmten Deckenfresko aus dem Jahre 1744. Auch die historischen Fensterflügel mit Bleiverglasung waren herausfordernd“, erzählt Architekt Georg Töpfer.

Plan: sanfte Öffnung

„Trotz der Herausforderungen war es eine erfreuliche Restaurierung“, zieht Sattlecker positive Bilanz. "Wir haben Zeit und Kosten- sie belaufen sich auf eine Million Euro- eingehalten“. Bis April dauern letzte Arbeiten in einem der Oratorien. Dann öffnet die Kirche auf Wunsch des Erzbischofes für Interessierte ihre Pforten. Wie weit, das wisse man noch nicht.

„Die Menschen sollen in ihrer persönlichen Andacht nicht von Touristengruppen gestört werden", sagt Harald Gnilsen von der Erzdiözese Wien. Gemeinsam mit dem Schloss werde man hier einen Konsens finden, ist er überzeugt.

Entstehungsgeschichte

Um 1700 von Fischer von Erlach erbaut, gehört die Kapelle zu den wenigen Teilen des Schlosses, die noch in ihrer ursprünglichen Form erhalten sind. Seit dem 18. Jahrhundert, seit Kaiser Joseph I., wird hier die Hl. Messe gelesen, die Blütezeit war unter Kaiserin Maria Theresia. Die Kapelle hat man lange nicht saniert, weil diese Aufgabe so komplex war.

Mehr Infos gibt es auch unter www.schoenbrunn.at

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