20.09.2014, 21:15 Uhr

Zeitreise durch Neu Marx: Schlachten war gestern

Die ehemalige Rinderhalle, in der ab 1851 geschlachtet wurde, neben dem "Flaggschiff" - die Melange aus Alt und Neu macht den besonderen Charme von Neu Marx aus.

Unglaublich: wo sich heute architektonische Meisterleistungen empor räkeln, rann einst viel Blut.

Früher wurde in Wien hauptsächlich auf Brücken geschlachtet, da hier die Abfälle einfach entsorgt werden konnten. Mit dem Schlachthauszwang für Großvieh musste dann aber ein richtiger Schlachthof her – St. Marx eröffnete 1851.

St. Marx im 20. Jahrhundert

Schon ab 1900 besaß der Schlachthof St. Marx eine Kühlanlage. Nach dem 1. Weltkrieg gab es einige Modernisierungen, sodass nun in fünf Hallen das Vieh verarbeitet werden konnte. Im Laufe der Zeit hatte man allerdings mit einigen Rückschlägen zu kämpfen. Mangelnde hygienische Verhältnisse und fehlende Sicherheitsmaßnahmen für Mitarbeiter führten 1970 zum Umbau.

Schließung 1997

20 Jahre später stand erneut eine Generalsanierung bevor. Aus wirtschaftlichen Gründen beschloss man 1997 allerdings die Schließung des Schlachthofes. Doch wenn sich eine Türe schließt, öffnet sich eine andere: seit 2003 entwickelt die Wiener Standortentwicklung kontinuierlich das Grätzel Neu Marx zu einem pulsierenden Stadtteil.
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