09.09.2014, 00:00 Uhr

Die Ruhe nach dem Sturm

Das islamische Kulturzentrum in Wiesenfeld sorgte vor Jahren für viel Aufregung. Heute herrscht ein friedliches Miteinander.
BEZIRK (mg). Die Verhaftung eines islamistischen Gotteskriegers im Bezirk Gmünd zeigt: Der internationale Terror reicht bis Niederösterreich. In Folge steigt das Misstrauen gegenüber muslimischen Einrichtungen. Wer sind die rund 100.000 Islam-Anhänger in unserem Bundesland? Die Bezirksblätter hörten sich im Bezirk Lilienfeld um.

Problemloses Miteinander

Vor zehn Jahren wurde das islamische Kulturzentrum in Wiesenfeld gegründet. Dies führte damals zu Protesten. Vorurteile machten die Runde, auch weit außerhalb der Gemeinde. Heute ist alles anders. Auch die hartnäckigsten Gegner mussten inzwischen einsehen, dass sich ihre Befürchtungen nicht bewahrheiteten. "Die Bürgermeister von St. Veit und Traisen, Johann Gastegger und Herbert Thumpser, bestätigen uns immer wieder, wie problemlos wir uns in die Bevölkerung des Gölsentals eingegliedert haben", erzählt Obmann Bayram.

Keine Terrorgefahr

Angesprochen auf die Festnahme des mutmaßlichen Dschihadisten Magomed Z. im niederösterreichischen Heidenreichstein kann Bayran beruhigen: "Unsere Glaubensgemeinschaft funktioniert, wie es sein soll, ruhig und friedlich. Im Bezirk Lilienfeld gibt es keine radikalen islamistischen Gotteskrieger. Wir gehen in unsere Moschee, um zu beten, so wie Christen in die Kirche."

"Gut eingebürgert"

"Wir führten nach der Eröffnung des islamischen Kulturzentrums in Wiesenfeld immer wieder Gespräche mit den Mitgliedern. Inzwischen kann man sagen, dass es ein friedliches Zusammenleben gibt", so Traisens Bürgermeister Herbert Thumpser.
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