Selbst ist das Kindergartenkind

<f>Auch auf Bewegung </f>wird in Kematen geachtet.
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  • <f>Auch auf Bewegung </f>wird in Kematen geachtet.
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Durch das OÖ-Netzwerk "Gesunder Kindergarten" lernen Kinder auch mehr Selbstständigkeit.

KEMATEN/LEONDING (wom). KEMATEN/LEONDING (wom). Rund 720 oberösterreichische Kindergärten haben sich dem Netzwerk bereits angeschlossen. Im Vordergrund steht die Gesundheitsförderung der Kinder. Unter Einbindung aller Beteiligten, vom Kind über die Eltern bis hin zu Kindergartenpersonal und Verpflegungsbetrieben, wurde hierfür ein Konzept erarbeitet, welches immer weiter entwickelt wird.

Seit 2016 ist auch der Martinskindergarten in Kematen ein zertifizierter "Gesunder Kindergarten". "Ein großer Vorteil ist, dass noch mehr Struktur in den Kindergartenalltag kommt. Zudem werden einige Aktionen vom Land gefördert", erklärt Leiterin Christine Martha-Hermüller. "Wir haben natürlich vor dem Beitritt auf gesunde Ernährung sowie auf genügend Bewegung bei den Kindern geachtet. Durch den Maßnahmenkatalog des Netzwerks wurden diese Aktionen nun aber als feste Bestandteile im Alltag installiert". Das Umsetzen dieser Maßnahmen ist auch das Kriterium für die Zertifizierung. "Die größte Umstellung war wohl, dass es nur noch Wasser anstatt Säften zu trinken gibt. Da hatten wir anfangs Sorgen, doch die Kinder haben auch das sehr gut angenommen", verrät die Pädagogin.

Vergrößert hat sich durch die Mitgliedschaft beim Netzwerk "Gesunder Kindergarten" das Angebot an Aktionen. In Kematen hat man dies schon vielfach genutzt, angefangen von der Kräuterwanderung über das Dinospaß-Programm bis hin zum Koch-Workshop mit den Eltern. "Es gibt ein Programm und das Land fördert eine Aktion im Jahr. Doch auch die Gemeinde sowie örtliche Vereine, wie der Tennisverein, unterstützen uns oder laden uns auf einen Besuch ein", sagt Martha-Hermüller.
Neben gesunder Ernährung ist auch ausreichend Bewegung ein wichtiger Pfeiler beim "Gesunden Kindergarten".

Täglich gibt es im Martinskindergarten frisches Obst und Gemüse. Dieses nehmen die Kinder von zu Hause mit, verarbeiten und essen es gemeinsam. Zudem übernehmen die Kids einmal in der Woche selbst den Kochlöffel und sorgen für die Jause, inklusive Tischdecken. "Die Kinder gehen auch einkaufen. Das sind alles Dinge, die helfen, das Bewusstsein für gesunde Ernährung zu stärken. Aber auch die Selbstständigkeit der Kinder wird gefördert", so Martha-Hermüller. Selbstständigkeit ist auch das Stichwort im Waldkindergarten Leonding. Vor 15 Jahren gründete Judith Bayer gemeinsam mit ihrem Mann diese nicht alltägliche Kinderbetreuungseinrichtung. Die Idee übernahmen die beiden Pädagogen aus Skandinavien. "Wir sind während des gesamten Jahres draußen im Wald.

"Kinder im Wald"
Dadurch sind die Kinder abgehärteter und nicht so krankheitsanfällig", betont Bayer. "Wir haben hier nicht die klassischen Spielsachen wie in normalen Kindergärten, das heißt, dass die Kinder selbst gefordert sind, sich etwas zum Spielen zu überlegen. Das fördert sowohl die Kreativität als auch die Sprachentwicklung", so Bayer. Mehr Informationen zum Waldkindergarten Leonding gibt es unter: www.naturpaedagogik.net

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