60 Lkw-Ladungen Sand
Neuhofner Betrieb Ripro baut Turnierboden für die Weltspitze vor dem Schloss Schönbrunn
- Im Ehrenhof von Schloss Schönbrunn entsteht derzeit der Turnierboden für die Longines Global Champions Tour Vienna. Der Neuhofner Betrieb RIPRO bereitet dafür rund 1.500 Tonnen Sand aus Melk für den internationalen Pferdesport auf.
- Foto: Firma Ripro
- hochgeladen von Klaus Niedermair
1.500 Tonnen Sand, 60 Lkw-Ladungen und eine spezielle Rezeptur: Für die Longines Global Champions Tour Vienna | Schloss Schönbrunn wird derzeit der Turnierboden vorbereitet. Der oberösterreichische Reitplatzhersteller Ripro bringt den Sand aus Melk nach Wien und stimmt ihn auf die Anforderungen des internationalen Pferdesports ab. Bis zum ersten Bewerb wird die Fläche laufend bearbeitet und gepflegt, damit Pferde und Reiter:innen optimale Bedingungen vorfinden.
NEUHOFEN. Noch stehen keine Hindernisse im Parcours und keine Pferde im Ehrenhof von Schloss Schönbrunn – dafür rollen derzeit die Lkw. Rund 60 Ladungen mit insgesamt 1.500 Tonnen Sand aus Melk werden für die Longines Global Champions Tour Vienna | Schloss Schönbrunn nach Wien gebracht.
Neuhofner Reitplatzhersteller
schüttet nicht einfach Sand auf
Verantwortlich für den Turnierboden ist der oberösterreichische Reitplatzhersteller Ripro. Der angelieferte Sand wird nach einer speziellen Ripro-Rezeptur gemischt und auf die Anforderungen des internationalen Turniersports abgestimmt. Danach wird das Material verteilt, bearbeitet, eingeebnet und in den kommenden Tagen immer wieder gepflegt. Denn für einen internationalen Reitbewerb reicht es nicht, Sand einfach aufzuschütten. Die Oberfläche muss über die gesamte Fläche möglichst gleichmäßig sein und gleichzeitig den unterschiedlichen Anforderungen von Pferden und Reiter:innen gerecht werden.
„Bei einem Turnier dieser Größenordnung ist der Boden eine der wichtigsten sportlichen Voraussetzungen. Er muss den Pferden Sicherheit und Halt geben, gleichzeitig aber so beschaffen sein, dass sie sicher abfußen, Kraft übertragen und ihre Bewegungen präzise ausführen können“, sagt Helmut Morbitzer, Co-Veranstalter der Longines Global Champions Tour Vienna und ehemaliger Olympiareiter aus Oberösterreich.
Anforderungen an
den Turnierboden
Von 24. bis 27. September treten im Ehrenhof von Schloss Schönbrunn mehr als 200 internationale Spitzenreiter:innen in Springbewerben an. Erstmals wird heuer zudem internationale Dressur auf 4*-Niveau ausgetragen.
Damit bringt die LGCT Vienna 2026 erstmals zwei olympische Pferdesportdisziplinen nach Wien. Der Boden muss deshalb unterschiedlichen sportlichen Anforderungen standhalten und über vier intensive Turniertage hinweg möglichst konstante Bedingungen bieten.
Reitboden wird
laufend bearbeitet
Für die letzten Arbeiten kommt auch schweres Gerät zum Einsatz. Ein Lindner-Traktor aus Tirol übernimmt die laufende Bodenpflege. Dabei wird die Oberfläche nicht einfach nur glattgezogen. Der Boden muss gleichmäßig durchgearbeitet, gelockert und nivelliert werden. Bis zum ersten Turniertag wird die Fläche deshalb immer wieder bearbeitet. Auch während der Veranstaltung gehört die regelmäßige Pflege zum sportlichen Ablauf.
Durch das Ebnen und Durcharbeiten soll eine Oberfläche erhalten bleiben, die locker und gleichzeitig stabil ist. Damit wird sichergestellt, dass die Bedingungen für die Pferde und Reiter:innen möglichst konstant bleiben.
Sand wird nach dem
Turnier weiterverwendet
Mit dem letzten Bewerb endet die Nutzung des Sands im Ehrenhof von Schloss Schönbrunn. Das Material bleibt jedoch nicht ungenutzt. Nach dem Abbau des Turnierplatzes wird der Reitboden wieder aufgenommen und an Reitställe weitergegeben. Dort kann er auf bestehenden Reitplätzen weiterverwendet werden. Ein Teil der rund 1.500 Tonnen ist bereits vergeben. Eine kleinere Menge ist derzeit noch verfügbar.
Damit bekommt der Turnierboden auch nach dem internationalen Event eine weitere Verwendung. Ein Teil jener Fläche, auf der Ende September einige der besten Reiter:innen und Pferde der Welt in Schönbrunn antreten, wird anschließend auf anderen Reitplätzen weiter genutzt.
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