Gespräche mit Landeshauptmann
Prammer will Radweg auf Nibelungenbrücke jetzt zur "Chefsache" machen
- Heute meldete sich der Linzer Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ) erstmals offiziell zum Radweg-Fiasko auf der Nibelungenbrücke zu Wort.
- Foto: Fotokerschi.at
- hochgeladen von Silvia Gschwandtner
Nach dem überraschenden Teil-Aus für das Radwegprovisorium auf der Nibelungenbrücke meldet sich der Linzer Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ) jetzt mit klaren Worten. Er will das Projekt zur "Chefsache" machen und eine koordinierte Lösung mit Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) erarbeiten.
LINZ. "Wenn Kommunikation und Abstimmung so schlecht laufen wie hier, dann gefährden wir das Vertrauen der Menschen in die Lösungskompetenz der Politik", so Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ) heute in einer Aussendung zum Radweg-Fiasko auf der Nibelungenbrücke. Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer habe laut Prammer Vorrang, aber auch der Radverkehr gehöre ausgebaut. Das sei ein zentrales Versprechen der Stadt in zahlreichen Strategiepapieren. Für Prammer sei die Zeit der "hektischen Zwischenlösungen" jetzt vorbei. Es brauche ein durchdachtes Gesamtkonzept. "Bevor alte Ideen wie Brückenverbreiterungen oder zusätzliche Fahrradbrücken wieder aus der Schublade gezogen und als neue Experimente verkauft werden, braucht es ein klares Bekenntnis zur Koordination auf höchster Ebene", wird Prammer in der Aussendung zitiert.
Gespräch mit LH Stelzer
Jetzt brauche es Führungsverantwortung und Besonnenheit. Prammer will daher Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) kontaktieren und um eine Gesprächsrunde im Stil der Stadtbahngespräche bitten. Auch hier wurde ein scheinbar "unlösbarer Konflikt" durch konstruktive Gespräche aufgelöst. Stelzer sei als Eigentümervertreter und Finanzreferent zuständig, wenn es um grundlegende bauliche Maßnahmen gehe. Von städtischer Seite bietet Prammer an, Expertise aus dem Planungsressort zur Verfügung zu stellen.
Steinkellner startete Gespräche mit Bundesdenkmalamt
Verkehrslandesrat Günther Steinkellner (FPÖ) hat in der Zwischenzeit Gespräche mit dem Bundesdenkmalamt in Bezug auf die zukünftige Radverkehrsführung aufgenommen. Ziel ist es eine langfristige und dauerhafte Lösungen in Einklang mit dem Bundesdenkmalamt für den Radverkehr zu finden. "Wir wollen keine schnellen Pflasterlösungen, sondern eine tragfähige Vision, die den hohen Anforderungen an Sicherheit, Funktionalität der Mobilität und kultureller Verantwortung gerecht wird“, so Steinkellner", so Steinkellner in einer Aussendung. Das heutige Treffen bildete laut Steinkellner den Auftakt zu einer vertiefenden Abstimmung zwischen Land OÖ und Bundesdenkmalamt.
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