Neues Citizen Science Projekt
Wie fühlt sich Linz eigentlich für Dich an?
- Forscher und Performancekünstler Jaskaran Anand will in seinem Projekt Trans.DisCity herausfinden, wie sich Linz anfühlt.
- Foto: Anand/privat
- hochgeladen von Silvia Gschwandtner
"Wie fühlt sich dieser Ort für mich an?" – mit dieser Frage an die Linzerinnen und Linzer versucht Forscher und Performance-Künstler Jaskaran Anand eine "emotionale Landkarte" zu erstellen. Die Ergebnisse des partizipativen Citizen Science Projekts "Trans.DisCity" sollen einerseits in weitere künstlerische Arbeiten einfließen, aber auch die Stadt auf mehreren Ebenen nachhaltig verändern. Der Kick-off dazu findet im Rahmen der neuen Ausstellung "Stadtlabor" im Nordico am 23. November ab 19 Uhr statt.
LINZ. "Ich möchte herausfinden, was die Bewohnerinnen und Bewohner von über ihre Stadt denken, was sie fühlen und welche Veränderungen sie sich wünschen würden", sagt Jaskaran Anand. Der in Delhi geborene Forscher und Performance-Künstler lebt seit acht Jahren in Linz und bezeichnet es als eine Art "Heimatstadt". Mit seinem aktuellen Projekt "Trans.DisCity" möchte Anand möglichst viele Eindrücke, Gefühle, Wünsche und Vorschläge sammeln. "Die Menschen werden an verschiedenen Orten in der ganzen Stadt aufgefordert, Briefe zu schreiben, Zeichnungen anzufertigen oder auch Sprachnachrichten zu schicken", erklärt der Künstler. Die Ausgangsfrage dazu lautet ganz simpel: "Wie fühlt sich dieser Ort für mich an?".
Briefkästen an verschiedenen Orten in der Stadt
Die gesammelten Antworten – dazu werden auch eigene Briefkästen an verschiedenen Stellen in der Stadt installiert – möchte Anand gemeinsam mit Expertinnen und Experten zu "Landkarten" verarbeiten. Diese sollen dann auch den Linzer Stadtpolitikerinnen und -politikern übergeben werden. Der Künstler möchte dadurch Aufmerksamkeit für mögliche Probleme erreichen und einen Dialog über Verbesserungen in der eigenen Umgebung anstoßen. "Ich möchte die Menschen dazu anregen, sich mit ihrer Stadt auseinanderzusetzen und sich aktiv an der Stadtentwicklung zu beteiligen. Auch weitere künstlerische Arbeiten könnten aus den Anregungen entstehen. "Ich könnte mir etwa eine Multi-Media-Symphonie in Kollaboration mit weiteren Künstlerinnen und Künstlern vorstellen", verrät Anand.
- Anand möchte durch das Projekt Aufmerksamkeit für Probleme erreichen und einen Dialog über Verbesserungen in der eigenen Umgebung anstoßen.
- Foto: Katharina Roßboth
- hochgeladen von Silvia Gschwandtner
Start im Nordico am 23. November
Das Projekt startet mit einer Performance im Rahmen der Eröffnung der neuen "Stadtlabor"-Ausstellung im Nordico Linz am 23. November ab 19 Uhr. Dort wird auch einer der Briefkästen für die Besucherinnen und Besucher zur Verfügung stehen. Mehr Infos auch auf: nordico.at
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