Corona-Pandemie
voestalpine meldet Kurzarbeit an

Die voestalpine AG meldet in Österreich Kurzarbeit an. In Linz wird im Zuge der eingebrochenen Nachfrage nach Stahl ein Hochofen temporär stillgelegt.
  • Die voestalpine AG meldet in Österreich Kurzarbeit an. In Linz wird im Zuge der eingebrochenen Nachfrage nach Stahl ein Hochofen temporär stillgelegt.
  • Foto: Baumgartner/BRS
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Der Linzer Stahl- und Technologiekonzern voestalpine AG meldet an 50 Konzernstandorten Kurzarbeit an. Kündigungen seien derzeit keine geplant.

LINZ. Die Corona-Pandemie hat innerhalb weniger Tage die Nachfrage beim Linzer Stahl- und Technologiekonzern einbrechen lassen. "Um Arbeitsplätze im Konzern, so gut wie in dieser schwierigen Lage möglich, abzusichern, wird in rund 50 europäischen Konzerngesellschaften Kurzarbeit angemeldet", teilt der Linzer Stahlkonzern am Montagabend in einer Aussendung mit.

"Größte Herausforderung des Jahrzehnts"

"Wenn unsere Kunden die Nachfrage stark reduzieren, Produktionen einstellen und Lieferketten temporär zum Erliegen kommen, müssen wir sofort reagieren. „Die voestalpine steht angesichts der Corona-Pandemie vor der größten wirtschaftlichen Herausforderung des vergangenen Jahrzehnts“, sagt Herbert Eibensteiner, Vorstandsvorsitzender der voestalpine AG.

Der abrupte Rückgang der Kundennachfrage zwingt das Unternehmen, einzelne Produktionsbereiche zu reduzieren. Die Roheisenkapazität am Standort Linz wird daher um rund 20 Prozent zurückgefahren. Dazu werde ein kleiner Hochofen temporär stillgelegt. Neben Produktionsstätten in Österreich seien von den Maßnahmen auch Standorte in Deutschland, Belgien und Frankreich betroffen. In Österreich greife der Konzern "umgehend auf das von der Bundesregierung für die Corona-Krise eingeführte Kurzarbeitsmodell in fast allen Gesellschaften" zurück. Einige Standorte in Frankreich, Italien, Peru, Brasilien oder den USA stehen bereits temporär still.

Vorstand versucht Schaden minimieren

Mit den Maßnahmen versuche der Vorstand den Schaden für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestmöglich zu minimieren, heißt es in der Aussendung weiter. Die Gesundheit der noch in der Produktion tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden derzeit bestmöglich geschützt. Zusätzlich zu strengen Hygienevorschriften und der Einhaltung von Sicherheitsabständen wurde die physische Anwesenheit auch in betriebskritischen Bereichen stark reduziert, etwa durch die Umstellung von Schichtmodellen. Wo es der laufende Betrieb erlaubt, verrichten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Arbeit von zu Hause aus.

"Mein besonderer Dank gilt in dieser schwierigen Zeit jenen, die nach wie vor in der Produktion mit voller Kraft im Einsatz sind und damit einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung unserer kritischen Infrastruktur in vielen Werken leisten. Aber auch in den anderen Bereichen tragen viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch ihren unermüdlichen Einsatz maßgeblich zum Fortbestand unseres Unternehmens bei. Wir werden in den nächsten Monaten um jeden einzelnen Arbeitsplatz hart kämpfen", so Eibensteiner.

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