Aus erzbischöflichem Blickwinkel

Helmut Karner (2. v. l.) und Erzbischof Franz Lackner (3. v. l.) gemeinsam mit dem Tamsweger Dreigesang.
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  • Helmut Karner (2. v. l.) und Erzbischof Franz Lackner (3. v. l.) gemeinsam mit dem Tamsweger Dreigesang.
  • Foto: Katholisches Bildungswerk Salzburg
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TAMSWEG. Das Katholische Bildungswerk Tamsweg feiert in diesem Jahr sein 60-jähriges Bestehen. Aus diesem Jubiläumsanlass konnten Helmut Karner, Leiter des Katholischen Bildungswerkes Tamsweg, und sein Team Erzbischof Franz Lackner für ein Podiumsgespräch im Gambswirt, am vergangenen Donnerstag, gewinnen. Gleich zu Beginn stellte der Erzbischof einen Bezug zum Lungau her, denn „Die erzbischöfliche Küche ist in Lungauer Hand“, schwärmte er über die Kochkünste seiner Haushälterin, Elisabeth Jirikowski, die aus Tamsweg stammt.

Lackner, ein Spätberufener

In ähnlich offener und unkomplizierter Weise gab Lackner in Folge Einblicke in sein Leben und wurde so für die ZuhörerInnen als Mensch erlebbar. Wie von Seiten den Katholischen Bildungswerkes zusammengefasst wird, habe er Glauben im Elternhaus im südoststeirischen Sankt Anna am Aigen gelernt, dann Umwege gemacht und erst als Spätberufener den Weg zurück zur Kirche gefunden. Das Bibelwort „Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid“ habe ihm hier eine neue Dimension eröffnet.

"Bin kein besserer Politiker"

Zur Flüchtlingsthematik befragt, stellte der Erzbischof laut Aussendung des Katholischen Bildungswerks klar: „Ich bin kein besserer Politiker.“ Er könne keine Lösungen anbieten, aber die Zusammenarbeit von Staat und Kirche solle forciert werden, um etwa Fälle von Abschiebungen gut integrierter Flüchtlinge abzufedern.

"Steilvorlagen" des Papstes

In Kirchen- und Glaubensfragen liefere Papst Franziskus der Kirche durch seine Art und Schwerpunktsetzung „Steilvorlagen“: Themen wie das Zugehen auf wiederverheiratete Geschiedene oder die Weihe von "viri probati" (verheiratete Männer als Priester) lägen in der Luft. Es werde in Salzburg aber keine Sonderwege geben, ergänzte Lackner.

Zukunftsprozess 2018

Im aktuellen Zukunftsprozess 2018 der Erzdiözese Salzburg beschäftigt sich Lackner derzeit intensiv mit Fragen nach einer zukunftsfähigen Kirche, unter anderem „wie der Glaube an Gott bei den Menschen erhalten bleiben kann“, immer mit der „Gewissheit, dass Gott nur Liebe ist“.

Ein äußerst postives Fazit

Zum Jubiläum des Katholischen Bildungswerkes Tamsweg und zum gelungenen Podiumsgespräch, das in Kooperation mit allen Lungauer Bildungswerken als Regionalveranstaltung organisiert wurde, gratulierte auch Andreas Gutenthaler, Direktor des Katholischen Bildungswerkes Salzburg: „In den letzten 60 Jahren wurden hier in Tamsweg rund 550 Veranstaltungen mit 27.000 TeilnehmerInnen von Ehrenamtlichen organisiert. Dadurch wird deutlich, dass Erwachsenenbildung Antworten auf wichtige Lebensfragen liefern und Sinn stiften kann.“

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Autor:

Peter J. Wieland aus Lungau

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