Die "BadeInsel"
Eine Insel im Bezirk zum Kraftschöpfen
- Der Tamsweger Bürgermeister, Georg Gappmayer, und der Geschäftsführer der Sport- und Immobilien GmbH, Julius Schmalz (hinten zu sehen), in der "BadeInsel". Derzeit ist sie wegen des Lockdown geschlossen.
- Foto: Peter J. Wieland
- hochgeladen von Peter J. W.
Viele halten sich dort fit, andere relaxen nur: in der "BadeInsel". Sie wird nach dem Lockdown wieder ein Ort fürs körperliche und psychische Wohlbefinden sein.
TAMSWEG. Es sieht so aus wie im Herbst; es riecht gleich wie damals; es ist tropisch wie eh und je. Nur keine Menschen, die seelische, körperliche und psychische Erholung suchen, sind dort: in der „BadeInsel“ in Tamsweg. Wegen des Corona-Lockdowns hat auch die Badeanstalt seit Anfang November 2020 komplett geschlossen.
75 Prozent Einheimische
Rund 100.000 Erholungsuchende nutzen die „BadeInsel“-Angebote jährlich. Etwa drei Viertel davon sind Einheimische – Menschen aus der Region um Tamsweg. Etwa 600 Personen besitzen eine Dauerkarte. Viele warten schon sehnlichst darauf, dass ihre Bade-, Wellness-, Sauna- und Freizeit-oase wieder aufsperren darf. „Wir wären gerüstet, jederzeit“, betont Julius Schmalz, der Geschäftsführer. Er und Bürgermeister Georg Gappmayer rechnen damit, dass spätestens ab Spätfrühling beziehungsweise Frühsommer wieder Leben einkehren wird und man aufsperren darf.
Relaxen und trainieren
Nutzen manche die BadeInsel lediglich zum Relaxen und zum „Planschen“, so verbringen andere dort durchaus sportliche Stunden. So etwa trainiert dort die Sektion Schwimmen des SC Tamsweg; regelmäßige Einheiten verbringen dort auch Leute der Tri-Union Lungau; und auch private Schwimmkurs- sowie diverse Wassergymnastikkursanbieter sind in der BadeInsel zu finden.
Erste Schritte im Wasser
Nicht zu vergessen die Schulen, die hier so manche Sporteinheit abwickeln. „Was den Schwimmunterricht angeht, so ist die BadeInsel eine lebensrettende Bildungseinrichtung, denn schwimmen zu können, ist im Ernstfall wichtig“, sagt Julius Schmalz. „Wir beziehungsweise unsere externen KursleiterInnen bieten Schwimmkurse für alle Altersgruppen. Auch das Babyschwimmen ab drei Monate, bei dem die Kleinsten erstmals in ihrem Leben mit dem Medium Wasser in Kontakt kommen und sich daran schrittweise gewöhnen können, ist sehr beliebt.“
Zur Unterhaltung, zur Fitness
Ist es für die einen das bloße Vergnügen, was sie dorthin zieht, so tun es andere, weil sie ihren Body fit halten wollen: Bewegung, Ausdauersport, Erholung, Wellness und Saunieren – dies sind die Primärofferte der Tamsweger BadeInsel. „Eine Oase zum Kraftschöpfen“, fasst es Schmalz zusammen.
- Der Tamsweger Bürgermeister, Georg Gappmayer, und der Geschäftsführer der Sport- und Immobilien GmbH, Julius Schmalz (hinten zu sehen), in der "BadeInsel". Derzeit ist sie wegen des Lockdown geschlossen.
- Foto: Peter J. Wieland
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BadeInsel ist ein Arbeitgeber
15 Mitarbeiterinnen beziehungsweise Mitarbeiter sind in normalen Zeiten in der Bade-Insel beschäftigt. Drei davon sind Gemeindebedienstete und während des Corona-Lockdowns wieder für Tätigkeiten in der Marktgemeinde eingesetzt. Die restlichen zwölf sind Mitarbeiter der Sport- und Immobilien GmbH, einer ausgegliederten Gesellschaft der Marktgemeinde Tamsweg, bei der eben Julius Schmalz der Geschäftsführer ist, und in deren Zuständigkeitsbereich unter anderem auch die BadeInsel fällt. Diese zwölf Mitarbeiter sind derzeit in Kurzarbeit, so lange, bis die Badeanstalt eben wieder aufsperren und Gäste empfangen darf.
Tamsweg betreibt Restaurant
Zur BadeInsel, die neben dem Hallenbad und dem Saunabereich auch über ein Freibad-areal im Sommer sowie ein beheiztes Freibecken für den Winter verfügt, gehört übrigens auch ein Restaurant, das zu 100 Prozent von der Marktgemeinde betrieben wird.
Modernisierung in Bälde
Den Lockdown haben Geschäftsführer Julius Schmalz und sein verbleibendes Team aber nicht ungenutzt gelassen. Man hat neben der Durchführung diverser Arbeiten, die selbst während der jährlichen Revision oft liegen bleiben, die kommenden Modernisierungsschritte geplant. Es soll – so hat es die Gemeindevertretung Tamsweg nämlich beschlossen – 2021 in das öffentliche Hallen- und Freibad investiert werden: die Wasserrutsche wird mit veranschlagten 430.000 Euro durch eine neue moderne Bluehole-Rutsche ersetzt werden. Diese wartet dann mit Features, wie etwa einer Rutschenzeitanzeige beziehungsweise Zeitmessfunktion, unterschiedlichen Betriebsmodi und Lichtattraktionen auf. Außerdem wird der Saunabereich um 85.000 Euro komplett erneuert und zeitgemäß modern gestaltet werden.
„Die Rutsche ist jetzt über 20 Jahre alt“, sagt Geschäftsführer Schmalz, „und bei uns wird nie ein Investitionsstau gebildet. Es werden immer wieder rechtzeitig Maßnahmen gesetzt.“ Das gelte für das gesamte Hallenbad, welches 1968 errichtet wurde. Ein stetig wiederkehrendes Thema sei beispielsweise die Energieoptimierung. Etwa die hauseigene Photovoltaik-(PV-)Anlage, diese wurde vor ein paar Jahren installiert; ihr Output werde 1:1 für die BadeInsel eingesetzt.
500.000 Euro Jahres-Abgang
„Tamsweg bekennt sich zur BadeInsel, wohlwissend, dass sie sich nicht selbst finanziert, sondern eine Belastung für unser Budget ist“, erklärt Bürgermeister Georg Gappmayer (ÖVP). „Die Anstalt schreibt, wie die meisten Bäder in Österreich, rote Zahlen. Wir haben einen jährlichen Abgang von 500.000 Euro“, führt Gappmayer aus, „aber wir leisten uns das für den ganzen Bezirk. Wir sind der festen Überzeugung, ein ordentliches Bad gehört zur Grundausstattung einer Region dazu; Tamsweg als Bezirkshauptort hat hier eine gewisse Verantwortungsrolle zu übernehmen. Es geht da-rum, der Bevölkerung ein Angebot unterbreiten zu können, was das körperliche, seelische und psychische Wohlbefinden angeht“, betont Gappmayer, „und darüber hinaus ist es für unsere Kinder und für die Schülerinnen und Schüler ein wichtiges Lernangebot“, sagt der Ortschef. „Außerdem ist es ein touristisches Angebot, welches den Lungau-Gästen bei jedem Wetter Unterhaltung bietet“, fährt Gappmayer fort und ergänzt: „Die Grundlage von all dem ist unser bestens ausgebildetes Personal. Die Fähigkeiten der Einzelnen, die sie durch ihre erlernten Berufe, vorwiegend Installateur, mitbringen, bereichern den Betrieb sehr. Lob erhält die Marktgemeinde Tamsweg für den Betrieb der BadeInsel immer wieder auch von den diversen Fachdienststellen des Landes. „Das bestärkt uns natürlich sehr“, freut sich Ortschef Gappmayer abschließend.
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