Wien-Wahl 2020
Grünen-Politikerin Nikola Furtenbach zieht sich zurück

Nikola Furtenbach, Spitzenkandidatin der Grünen Margareten, zieht sich aus gesundheitlichen Gründen aus der Politik zurück und wird bei der Wien-Wahl nicht antreten.
  • Nikola Furtenbach, Spitzenkandidatin der Grünen Margareten, zieht sich aus gesundheitlichen Gründen aus der Politik zurück und wird bei der Wien-Wahl nicht antreten.
  • Foto: Karo Pernegger
  • hochgeladen von Barbara Schuster

Knalleffekt in Margareten kurz vor der Wien-Wahl: Nikola Furtenbach, Bezirksvorsteherin-Stellvertreterin und Spitzenkandidatin der Grünen Margareten, zieht sich aus der Politik zurück.

MARGARETEN. Es war ein politischer Paukenschlag, der sich nur rund acht Wochen vor der Wien-Wahl ereignet hat. Wie Nikola Furtenbach heute, Donnerstag, auf ihrer Facebookseite bekannt gegeben hat, zieht sie sich aus der Politik zurück.

Furtenbach ist seit fünf Jahren stellvertretende Bezirksvorsteherin in Margareten und Grüne Spitzenkandidatin für die Bezirksvertretungswahlen am 11. Oktober. Wie sie auf Social Media erklärt, hat ihr Rückzug gesundheitliche Gründe. 

Rückzug vor Wien-Wahl

"Wenige Tage nach meiner Wahl zur Spitzenkandidatin wurde mir sehr eindrücklich klar gemacht, dass ich mich zwischen einer Fortsetzung meiner politischen Arbeit oder dem Erhalt meiner Gesundheit zu entscheiden habe. Es gibt derzeit keine Möglichkeit, beides zu bewerkstelligen und daher ist für mich klar: Verantwortungsvoll zu Handeln und das heißt der Gesundheit den Vorrang zu geben", teilte Nikola Furtenbach mit.

"Ich halte es für unredlich und empfinde es als Wähler*innentäuschung, dies erst nach der Wahl öffentlich zu machen", so Furtenbach weiter. Gegenüber der Wahlbehörde wird Furtenbach ihre Kandidatur zurückziehen und nicht auf der Liste der Grünen Margareten antreten.

Kerekes folgt auf Furtenbach

Als Spitzenkandidat soll nun Thomas Kerekes ins Rennen gehen. Kerekes ist derzeit Grünen-Sprecher für Umwelt, Stadtplanung und Wohnen. "Es wurde unter allen Bezirksmitgliedern abgestimmt. Wir sind ein unfassbar starkes Team und halten zusammen – auch in der Krise", erklärt Julia Fritz, Bezirksorganisatorin und Listen Zweite.

Kurz nach Bekanntwerden von Furtenbachs Rückzug, äußerte sich Bezirksvorsteherin Susanne Schaefer-Wiery (parteilos). "Ich respektiere diesen Schritt, der viel Mut gekostet hat, denn eines muss klar sein: Die Gesundheit hat in jedem Fall Vorrang. Die Zusammenarbeit mit Nikola Furtenbach als Bezirksvorsteherin-Stellvertreterin war stets sehr konstruktiv und produktiv. Und vor allem standen auch für sie immer die MargaretnerInnen im Vordergrund. Ich wünsche ihr nur das Beste und vor allem viel Kraft", sagte Schaefer-Wiery gegenüber der bz.

Grüne Hoffnung für die Wien-Wahl

Für die Grünen Margareten bedeutet das rund acht Wochen vor der Wien-Wahl einen Neustart. Der fünfte Bezirk galt bisher als grüner Hoffnungsträger. Die Chancen, dass die Grünen mit Nikola Furtenbach an der Spitze auf Platz 1 in Margareten landen könnten, wurde als hoch eingeschätzt. Schon bei der Nationalratswahl 2019 verbuchten die Grünen ein deutliches Plus und waren mit 30,14 Prozent stimmstärkste Partei.
 

Margaretens politische Achterbahnfahrt 

Für das politisch heuer schwer gebeutelte Margareten, ist der gesundheitlich bedingte Rückzug von Furtenbach der nächste Paukenschlag. Ende Februar verkündete Bezirksvorsteherin Schaefer-Wiery nach 22 Jahren ihren Austritt aus der SPÖ (die bz berichtete). Als Gründe nannte sie die "Rückwärtsgewandheit und Intrigen" der SPÖ Margareten.

Ende Mai dann die nächste große politische Debatte: Das 2017 von Schaefer-Wiery eingeführte partizipative Budget, bei dem Bürger über die Verwendung öffentlicher Gelder mitbestimmen konnten, sorgte plötzlich für Uneinigkeit. Statt wie bisher die Ideen der Bürger als Allparteienanträge im Bezirksparlament zur Abstimmung zu bringen, startete die SPÖ Margareten einen Alleingang - zum großen Unmut der anderen Parteien im Bezirk.

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