Neues am Margaretenplatz
Café Romeo ist Geschichte, jetzt kommt die Bitterbar auf den Platz
- Aus Café Romeo wird Bitterbar. Die Bitterbar war bei ihrem Soft Opening gut besucht.
- Foto: Martin Schwanda
- hochgeladen von Nathanael Peterlini
Ein neues Lokal hat am Margaretenplatz eröffnet. Die Bitterbar serviert künftig Aperitivi mit Fokus auf Wermut. 44 Jahre lang war das Lokal ein traditionelles Beisl, ein paar Reliquien finden sich auch in den neuen Räumen wieder.
WIEN/MARGARETEN. 44 Jahre lang belebte das Café Romeo den Margaretenplatz. Es war ein klassisches Wiener Beisl, urig, gemütlich, manchmal ein bisserl grantig. Ein paar Gäste regten sich auf, das Lokal sei ranzig, ein paar lobten dessen Charme.
Anfang des Jahres wurde bekannt, das Café Romeo ist Geschichte. Nach Jahrzehnten des Dienstes für das Margaretner Nachtleben verabschiedete sich der Betreiber in die Pension. Die alten Teller und Gläser wurden verschenkt, doch der Standort ruhte nicht lang – bald starteten schon die Umbauarbeiten für einen neuen Pächter. Nun hat die "Bitterbar" offiziell geöffnet.
Wermut in allen Formen
Am Samstag, 8. August, wurde die Nachbarschaft zu "Willkommens-Wermut" und "Wie bitter-Wermut-Limo" geladen, auch Snacks gab es. Das Lokal feierte sein Soft Opening, den Bildern zufolge war der erste Event gut besucht. "Wir waren wirklich überwältigt vom Interesse unserer Nachbarschaft", freut sich der neue Betreiber, Simon M. Eder.
- Zahlreiche Menschen haben das soft opening am Margaretenplatz erleben wollen.
- Foto: Martin Schwanda
- hochgeladen von Nathanael Peterlini
Was genau ist die Bitterbar? "Wir bringen ein ganzheitliches, modernes Aperitivo-Konzept auf den Margaretenplatz", so Simon. Im Zentrum der Karte steht der Haus-Wermut von Burschik, der Wiener Traditionskellerei aus dem 15. Bezirk.
Laut Eder ist Wermut in Österreich unverdient unbekannt: "Während Wermut z. B. in Barcelona der Standard-Aperitif schlechthin ist, ist er bei uns noch etwas weniger verbreitet." Der österreichische Wein wird mit verschiedenen Kräutern angereichert und entwickelt somit einen eigenen Geschmack. In die Bitterbar kommt er in verschiedenen Formen: auf Eis, mit einem Schuss Soda, als Wemur Tonic oder als "Rosso 5".
Marmor und altes Schild
Als "Aperitivo-Location" finden sich im Sortiment der Bitterbar auch die Aperitivo Klassiker – auch Kaffee und Bier werden nicht ignoriert. "Zum Essen haben wir einige Kleinigkeiten wie Antipasti, und Ähnliches im Angebot. An unserer Pizza arbeiten wir etwa gemeinsam mit Pixel Pizza aus der Reinprechtsdorfer Straße", erklärt der Betreiber.
- Das Team hinter dem Café Romeo.
- Foto: Martin Schwanda
- hochgeladen von Nathanael Peterlini
Die Location am Margaretenplatz ist eine besondere, der Bitterbar-Chef weiß das zu schätzen: "Uns war wichtig, dass sich zeitgemäßes, internationales Bar-Design und Wiener Historie nicht ausschließen." Man habe das Lokal modernisiert, aber alte Dinge bewahrt – etwa "historischen Marmor und schöne alte Decken", die man beim Ausräumen entdeckt hat. Das traditionelle "Café Romeo"-Schild hat im Lokal einen Ehrenplatz gefunden.
Die ersten Wochen werden Eder und Team nutzen, um an Getränkekarte und Snacks zu feilen. Vorerst ist man Mittwoch bis Samstag ab 18 Uhr geöffnet, im Herbst wolle man Öffnungszeiten und Angebote ausweiten. Nachbarinnen und Nachbarn dürfen sich auf viele Events und Pop-Ups freuen: "Wir wollen ein lebendiger Treffpunkt für den 5. Bezirk sein."
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