Kulinarische Lesereise nach Tel Aviv

Haya Molcho und ihre Söhne waren für ihr neuestes Werk zwei Wochen in Tel Aviv.
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  • Haya Molcho und ihre Söhne waren für ihr neuestes Werk zwei Wochen in Tel Aviv.
  • Foto: Nuriel Molcho
  • hochgeladen von Nicole Gretz-Blanckenstein

WIEN. Wir treffen Haya Molcho und ihren Marketingchef und Sohn Nuriel Molcho – wie könnte es anders sein – im Neni am Naschmarkt. Die beiden sind wenige Stunden zuvor aus Mallorca zurückgekommen. Genauer gesagt aus Port de Sóller, wo sich ebenfalls ein Neni befindet.
Acht Nenis gibt es mittlerweile, in Paris und Amsterdam werden noch heuer zwei Restaurants eröffnet. Die neue Produktionsstätte für Neni zu Tisch ist in Guntramsdorf in Planung und doch schafften die Molchos es, ihr neuestes Buch "Tel Aviv" auf den Markt zu bringen. Stellt sich die Frage, wie? "Da wir ein Buch über unsere Heimat geschrieben haben, mussten wir die Personen und die Stadt nicht von Grund auf recherchieren. Das Buch ist in sehr intensiven zwei Wochen in Tel Aviv entstanden.", verrät Nuriel Molcho.

Kochen, Fotografieren, Essen

"Wir haben uns eine ganz tolle Küche gemietet. Jeden Morgen bin ich mit meinem Koch, Elihay Biran, auf den Markt gegangen. Wir haben alle Rezepte vor Ort gekocht, Nuriel hat die Fotos gemacht und wir haben mit Freunden und Familie gegessen.", schwärmt Haya Molcho von ihrem neuesten Werk.
Eine weitere Besonderheit ist der spannende Mix aus Rezepten und Porträts derer, die in Tel Aviv leben und natürlich kochen. Vom Somelier über Gewürzhändler bis hin zu Fischern, liefert das Buch sehr menschliche und berührende Einblicke in das Leben der Leute in Tel Aviv. "Die Interviews haben meine zwei besten Freunde, Ellen Lewis und Walther Hetzer, geführt. Ich wollte dieses Mal auch die Menschen in den Vordergrund stellen und den Lesern nicht nur Rezepte servieren.", verrät die quirlige Geschäftsfrau. Welches Porträt sie persönlich am meisten beeindruckt hat? "Mich haben die Fischer sehr berührt, Palästinenser und Israelis, die zusammenarbeiten und beweisen, wie harmonisch das funktionieren kann."

Chuzpe in der Küche

Aber nicht nur die Menschen, auch die Rezepte Tel Avivs sind einzigartig. "Dank der vielschichtigen Einwanderer ist sie sicher derzeit eine der spannendsten Küchen. Durch diesen bunten Mix kann man in Tel Aviv frei kochen. Ich nenne es 'Chuzpe in der Küche', ich kann alles machen und es ist trotzdem authentisch."
Vom gegrillten Mais mit Chilibutter über marokkanische Hochzeitssardinen bis hin zu Dattelküchlein mit salzigem Karamell kann man sich dank diesem Buch quer durch Tel Aviv kochen. Ein Highlight für Nuriel Molcho: Das jemenitische Rinderstew mit Lahoh – jemenitische Palatschinken: "Wir haben wirklich tolle Köche kennengelernt. Jedoch war diese jemenitische Hausmannskost, ein Rezept das tausende Jahre alt ist, das Beste, was ich in Israel gegessen habe."

Neni und die Welt

In fünf Büchern ist Haya Molcho ihrem Kochstil treu geblieben. Stellt sich die Frage, ob sie sich in ihrem nächsten Buchprojekt kochtechnisch auch an andere Länder heranwagt? "Ich kann mir durchaus vorstellen, dass ich künftig die Küche der unterschiedlichen Länder mit unserer Küche fusioniere. Denn wir lieben es zu reisen und neue Länder kennenzulernen. Das könnte eine spannende Serie werden."

Zur Sache

"Tel Aviv" ist im Brandstätter Verlag erschienen und kostet 35 Euro. Die kulinarische Reise umfasst 19 Porträts, 62 Rezepte und viele Insidertipps mit den dazugehörigen Adressen.

Haya Molcho und ihre Söhne waren für ihr neuestes Werk zwei Wochen in Tel Aviv.
Haya Molcho und ihr Sohn Nuriel im Gespräch mit der bz.

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